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Das Strafgericht in Kairo hat den ehemaligen ägyptischen Erdölminister Sami Fahmi im Zusammenhang mit Erdgas-Exporten nach Israel zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass Fahmi, der Geschäftsmann Hussein Salem und fünf weitere höhere Beamte des Ministeriums Ägypten einen Schaden von 574 Millionen Euro zufügten.

Salem, der während des Aufstands gegen den früheren Präsidenten Hosni Mubarak im Februar 2011 nach Spanien floh, erhielt in Abwesenheit gleichfalls 15 Jahre.

Die Ex-Beamten des Erdölministeriums verurteilte das Gericht zu Gefängnisstrafen zwischen drei und zehn Jahren. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Die 2005 gestarteten Exporte nach Israel waren in der ägyptischen Bevölkerung äusserst unpopulär.

Im April dieses Jahres wurden die Gaslieferungen offiziell gestoppt. Unbekannte hatten seit dem Sturz Mubaraks 14 Sprengstoffanschläge auf die Pipeline verübt, über die das Gas an seinen Bestimmungsort gepumpt wurde.

In Ägypten wurde immer wieder darüber spekuliert, dass Fahmi und Salem als enge Vertraute des damaligen Präsidenten dafür sorgten, dass ein Teil der Einkünfte aus dem Israel-Geschäft dem Mubarak-Clan zugeschanzt wurde. In Spanien läuft gegen Salem, der auch die spanische Staatsbürgerschaft besitzt, ein Auslieferungsverfahren.

SDA-ATS