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17 Millionen für Grosssägerei im Bündner Rheintal geboten

Für die bankrotte Grosssägerei im bündnerischen Domat/Ems gibt es zwei konkrete Kaufangebote. Das höhere liegt bei 17,13 Mio. Fr. und kommt aus Österreich. Die entscheidende Phase im Poker um die schweizweit grösste Sägerei hat damit begonnen.

Das mit einer Bankgarantie abgesicherte höhere Angebot stammt von einer Tochtergesellschaft einer österreichischen und in ganz Europa tätigen Unternehmensgruppe der Holzindustriebranche, wie die Konkursverwaltung am Dienstag mitteilte. Der Name der Firma wurde nicht genannt.

Beide Interessenten, die ein Kaufangebot einreichten, wollen die die Sägereianlagen demontieren und an einem anderen Ort wieder aufstellen. Sicher ist somit, dass der Tiroler Holzkonzern Egger noch kein Offerte abgegeben hat.

Die Egger-Gruppe, die ihr Interesse letzten Freitag öffentlich machte, will das Sägewerk am Standort in Domat/Ems weiter betreiben. Sie hat nun bis am 20. Juni Zeit, ein Angebot abzugeben. Treffen keine neuen und höheren Offerten ein, verkauft die Konkursverwaltung die Sägereianlage für 17,13 Mio. Franken.

Verkauf noch vor den Sommerferien

Gehen eine oder mehrere höhere Offerten ein, wird es am 27. Juni zu einer nicht öffentlichen Versteigerung kommen. Dabei werde der Interessent mit dem höchsten gebotenen Preis den Zuschlag erhalten, schreibt die Konkursverwaltung. Nach wie vor sei vorgesehen, den Verkaufprozess vor den Sommerferien abzuschliessen.

Die bisherigen österreichischen Besitzer Mayr-Melnhof liessen die Grosssägerei Mitte Dezember letzten Jahres in den Konkurs gehen. Der Grund war, dass das Bündner Parlament zuvor einen Kantonsbeitrag von 6,75 Mio. Fr. an den Bau eines Pelletswerks für die teilweise Neuausrichtung des Betriebes verworfen hatte. Beim Konkursverfahren wurden Gläubiger-Forderungen von total 57,9 Mio. Fr. anerkannt.

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