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Übergewicht von jungen Leuten bleibt in der Schweiz ein ernst zu nehmendes Problem: Rund 17 Prozent der Kinder und Jugendlichen bringen zu viele Kilos auf die Waage. Knapp 4 Prozent der Schülerinnen und Schüler sind gar stark übergewichtig.

Das Phänomen lässt sich auf allen Schulstufen und sowohl in ländlichen als auch ins städtischen Gebieten beobachten. Zu diesem Schluss kommt der zweite vergleichende Bericht zum Übergewicht bei Schülerinnen und Schülern in der Schweiz, der am Montag von der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz publiziert wurde. Untersucht wurden Gewichtsdaten von Kindern und Jugendlichen in insgesamt neun Kantonen und den Städten Bern und Zürich.

Generell kann festgehalten werden, dass Übergewicht in den grösseren Städten und städtischen Kantonen zwar etwas stärker verbreitet ist als in ländlichen Regionen, dass aber auch hier erhebliche Anteile der Kinder und Jugendlichen übergewichtig sind. Im Vergleich mit dem ersten BMI-Monitoring im Jahr 2010 zeigen sich nur wenige Änderungen.

Stagnation auf hohem Niveau

Es zeichne sich also noch keine Trendwende ab, schreiben die Studienleiter. "Die Stabilisierung des Anteils der übergewichtigen Kinder auf den verschiedenen Schulstufen kann aber zweifellos als positives Zeichen gewertet werden."

Es sei zwar unmöglich, festzustellen, welches Verdienst die aktuellen Präventionsprogramme an den Befunden hätten, doch insgesamt scheine sich die "Epidemie des Übergewichts" bei den Kindern gegenwärtig nicht mehr weiter auszubreiten.

Vergleiche man die Werte mit dem Ausland, zeige sich zudem, dass Übergewichtsprobleme von Kindern in anderen europäischen Ländern wie Grossbritannien oder Spanien noch viel ausgeprägter seien als hierzulande.

Je älter, desto dicker

Ein Blick auf die verschiedenen Schulstufen zeigt, dass ältere Kinder häufiger übergewichtig sind als jüngere. In fünf Kantonen und Städten zeigt sich ein deutlicher Anstieg des Anteils der Übergewichtigen zwischen der Basis- und der Mittelstufe und ein etwas geringerer Anstieg zwischen der Mittel- und der Oberstufe.

Gesamthaft betrachtet ist jedes achte Kind auf der Basisstufe übergewichtig (12 Prozent). Auf der Mittelstufe sind es bereits 18 Prozent und auf der Oberstufe 21 Prozent.

Ausländische Kinder häufiger betroffen

Die Studie zeigt weiter, dass jedes vierte ausländische Kind zu dick ist, während Übergewicht bei den jungen Schweizern nur in 15 Prozent der Fälle ein Problem darstellt. Auf gewissen Schulstufen und in gewissen Städten und Kantonen beträgt der Anteil übergewichtiger ausländischer Kinder mehr als das Doppelte des Anteils der übergewichtigen Schweizer Kinder.

Obwohl nur aus vier Kantonen und Städten Angaben zur sozialen Herkunft der Kinder vorliegen, zeigen die verfügbaren Daten deutlich, dass Übergewicht vor allem bei Kindern von Eltern mit einem tieferen Bildungsabschluss verbreitet ist. Diese Kinder sind in der Regel doppelt bis viermal so häufig von Übergewicht betroffen wie Kinder von Eltern mit einer Hochschulbildung.

Dagegen sind die Unterschiede zwischen Knaben und Mädchen vergleichsweise schwach ausgeprägt. Tendenziell finden sich auf der Basisstufe etwas mehr übergewichtige Mädchen, auf der Oberstufe dagegen mehr übergewichtige Knaben.

Neun Kantone und zwei Städte

Der Bericht zeigt eine vergleichende Auswertung der Gewichtsdaten von Kindern und Jugendlichen in der Schweiz, welche von schulärztlichen oder Gesundheitsdiensten gesammelt und Gesundheitsförderung Schweiz für die Analyse zur Verfügung gestellt wurden.

Drei Datenerhebungen wurden im Schuljahr 2010/2011, sieben im Schuljahr 2011/2012 und eine im Schuljahr 2012/13 durchgeführt. Untersucht wurden die Zahlen der Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Luzern, St. Gallen, Obwalden, Genf, Graubünden und Jura sowie der Städte Bern und Zürich.

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SDA-ATS