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Angesichts der dramatischen Lage in Nordafrika haben in der Nacht auf Dienstag rund 400 Flüchtlinge Lampedusa und die 42 Kilometer entfernte nordöstlichen Nachbarinsel Linosa erreicht.

Nachdem am Dienstagabend 224 nordafrikanische Migranten in Sicherheit gebracht wurden, landeten trotz rauer See weitere drei Boote auf Lampedusa. An Bord des letzten Bootes befanden sich 83 Flüchtlinge.

Insgesamt 24 Boote, die von der tunesischen Küste abgefahren waren, erreichten in den letzten zwei Tagen Lampedusa und Linosa. Insgesamt 1700 Menschen landeten seit Sonntag auf Lampedusa.

Luftbrücke einrichten

Auf Lampedusa traf der Sonderkommissar Giuseppe Caruso ein, der von der Regierung Berlusconi mit der Bewältigung des Flüchtlingsnotstands beauftragt wurde. Er plant ein Treffen mit dem Bürgermeister Lampedusas Bernardino De Rubeis und mit den Sicherheitskräften auf der Insel.

Caruso will eine Luftbrücke wiederaufnehmen, um Flüchtlinge auch in anderen Auffanglagern unterzubringen. Einige Maschinen sollten am Dienstag Flüchtlinge nach Crotone in Kalabrien fliegen, weitere sollen an Bord einer Fähre Richtung Sizilien einsteigen.

Erneuter Appell an die EU

Angesichts der dramatischen Lage schlug Italiens Innenminister Roberto Maroni am Montag Alarm. "Wir können dieser Flüchtlingswelle allein nicht Stand halten. Die EU muss uns stärker unterstützen. Die Massenlandungen dieser Stunden bezeugen, dass der Alarm, den wir in den vergangenen Tagen geschlagen haben, nicht unbegründet war", sagte Maroni.

Ende Februar war der Flüchtlingsstrom von Tunesien nach Italien wegen schlechten Wetters vorübergehend abgerissen. Zuvor hatten rund 6000 Bootsflüchtlinge die Mittelmeerinsel erreicht.

Viele sahen auch nach dem Umsturz von Tunesiens Präsident Zine al-Abidine Ben Ali keine Zukunft in ihrer Heimat. Rom bat wegen der vielen Menschen die EU um Hilfe. Inzwischen bekommen die italienischen Behörden Unterstützung von der EU-Grenzschutzagentur Frontex.

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SDA-ATS