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Der Mord an der elfjährigen Lena aus Emden ist aufgeklärt. Ein am Samstag festgenommener 18-Jähriger hat die Tat gestanden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag mitteilten. Gegen den jungen Mann wurde bereits ein Haftbefehl erlassen.

Lena war am 24. März in einem Parkhaus in Emden tot aufgefunden worden. Sie wurde der Polizei zufolge Opfer einer Sexualstraftat. Mehrere Hinweise aus der Bevölkerung führten den Ermittlern zufolge auf die Spur des Mannes.

Wie der Leiter der Mordkommission, Werner Brandt, sagte, handelt es sich bei dem Geständnis bisher nur um ein Teilgeständnis. "Das Teilgeständnis bedeutet, dass er uns gegenüber gestanden hat, dass er das Mädchen getötet hat."

Bei den Einzelheiten und auch dem vorhergehenden sexuellen Missbrauch berufe er sich aber auf Erinnerungslücken. Deshalb würden die Ermittler vorerst weiterhin keine Angaben zu den genauen Todesumständen Lenas machen.

Zufälliges Opfer

Lena war nach den bisherigen Ermittlungen ein Zufallsopfer, die beiden hätten sich vorher nicht gekannt, sagte Brandt. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand dürfte sie freiwillig mit dem Verdächtigen in das Parkhaus gegangen sein. Dieser kannte sich laut Brandt bestens aus, weil er dort regelmässig eine Klettersportart betrieben habe.

Der Polizei zufolge waren aus der Bevölkerung 300 Hinweise zu dem Fall eingegangen. Darunter seien "mehrere Hinweise" gewesen, die zu einer Überprüfung und schliesslich Festnahme des 18-Jährigen geführt hätten. So hätten zwei Zeuginnen einen auffälligen Mann in der Nähe des Parkhauses gesehen.

Nach seiner Festnahme habe der in Emden lebende Mann die Tat zunächst geleugnet. Im Verlaufe der Vernehmungen habe er dann das Geständnis abgelegt. Zwischenzeitlich habe auch ein Abgleich von DNA-Spuren vom Tatort mit der DNA des Tatverdächtigen den Verdacht erhärtet.

Über diese DNA seien die Ermittler auch auf eine Verbindung zu einem Übergriff auf eine Joggerin im November gekommen, die Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden war. Der Mann habe dazu keine Angaben gemacht. "Er sagt, er kann sich an diese Tat nicht erinnern." Die Polizei prüfe nun, ob der 18-Jährige womöglich noch für weitere Verbrechen als Täter infrage kommt.

SDA-ATS