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Wenige Stunden nach der Drohung des jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh mit einem Bürgerkrieg sprechen in Sanaa die Waffen. In der jemenitischen Hauptstadt kam es zu einem heftigen Feuergefecht zwischen Sicherheitskräften und Kämpfern des einflussreichen Haschid-Stammes.

Die Bewohner des Stadtteils al-Hasba flohen in Panik vor den Schüssen. Polizeifahrzeuge blockierten die Hauptstrassen nach al-Hasba. Augenzeugen berichteten, Angehörige der Sicherheitskräfte, die loyal zum Präsidenten stehen, hätten das Feuer auf die ebenfalls bewaffneten Wächter vor dem Haus von Scheich Sadik al-Ahmar eröffnet.

Ahmar ist der Anführer des mächtigsten Stammes im Land, zu dem auch Präsident Ali Abdullah Saleh gehört. Ahmar hat sich von der Regierung losgesagt und erklärt, er schliesse sich dem Volksaufstand gegen Saleh an. Sein Bruder Hamid wurde schon als möglicher Nachfolger Salehs gehandelt.

Bei dem Gefecht starben mindestens 18 Menschen, 40 weitere wurden verletzt, berichtete die Internet-Seite yemenpost.net. Unter den Toten seien zehn Regierungssoldaten, sechs Stammeskämpfer Al-Ahmars und zwei Passanten.

Der 69-jährige Präsident, der seit 1978 regiert, hatte sich am Sonntag zum dritten Mal geweigert, seine Unterschrift unter eine Vereinbarung zu setzen. Diese sieht einen friedlichen Machtwechsel im Jemen vor.

Mit der Unterschrift hätte er die wichtigste Forderung der Demonstranten erfüllt, die seit Anfang Februar seinen Rücktritt fordern. Stattdessen erklärte Saleh, die Opposition riskiere einen Bürgerkrieg, "für den sie dann die Verantwortung tragen muss".

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SDA-ATS