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AUSSCHLUSS: Der Rauswurf von Italiens Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi aus dem Parlament rückt näher. Der Immunitätsausschuss des Senats empfahl den Ausschluss des 77-Jährigen aus der Kammer nach dessen rechtskräftiger Verurteilung wegen eines Steuerdelikts.

Weil das Gremium mehrheitlich von linksgerichteten Senatoren besetzt ist, war mit dem Ergebnis gerechnet worden. Die Vertrauensleute Berlusconis reagierten empört. Das Plenum des Senats muss den Entscheid des Ausschusses noch bestätigen. Eine Abstimmung wird innerhalb von drei Wochen erwartet. Sollte Berlusconi tatsächlich aus dem Senat ausgeschlossen werden, steht nicht nur seine politische Zukunft auf dem Spiel. Er würde auch seine Immunität als Parlamentarier verlieren, die ihn vor Festnahme schützt.

VERHANDLUNG: In Deutschland halten sich Union und SPD die Möglichkeit einer grossen Koalition unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU) offen. Bei einem ersten Treffen der Spitzen von CDU, CSU und SPD in Berlin wurde vereinbart, dass die Sondierungen für eine schwarz-rote Bundesregierung am 14. Oktober fortgesetzt werden.

Übereinstimmend wurde die gute Atmosphäre der Gespräche gelobt. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles sprach von einer aufgeschlossenen Atmosphäre, in der gemeinsame und strittige Punkte identifiziert worden seien. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe bescheinigte allen Beteiligten "ernsten Willen". Auch von der CSU gab es Lob. Über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen soll bei den zweiten Sondierungen am 14. Oktober entschieden werden. Am kommenden Donnerstag will die Union zunächst mit den Grünen die Chancen einer schwarz-grünen Koalition ausloten.

+AUSSCHREITUNGEN: Bei heftigen Ausschreitungen zwischen Muslimbrüdern und ihren Gegnern ist in Ägypten ein Mensch getötet worden. Wie das Gesundheitsministerium in Kairo weiter mitteilte, wurden landesweit 14 Personen verletzt.

Die Demonstranten skandierten Rufe gegen Armeechef Abdel Fattah al-Sisi, der am 3. August den gewählten islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi hatte stürzen lassen.

WAHLSIEG: Überschattet von Betrugsvorwürfen der Opposition hat sich die Regierungspartei zum Sieger der Parlamentswahlen im westafrikanischen Guinea erklärt. Der Stabschef des Präsidenten sagte in der Hauptstadt Conakry, man werde das Ergebnis nicht bekannt geben, kenne aber die Tendenz.

Kurz zuvor hatte die Opposition die Abstimmung vom vergangenen Wochenende für ungültig erklärt. Die Wahl müsse annulliert werden, "weil die Fälschungen so schwerwiegend waren", forderten die wichtigsten Oppositionsparteien in einer gemeinsamen Erklärung. Die oppositionellen Parteien drohten mit landesweiten Demonstrationen.

MANIPULATIONEN: Mehrere Schweizer Banken sind ins Visier der Aufsichtsbehörde geraten. Nach der britischen Aufsicht untersucht nun auch die Finma, ob Finanzinstitute unerlaubt an Währungskursen herumgeschraubt haben. Die Finma spricht sich bei ihren Ermittlungen mit den Behörden anderer Länder ab.

Die Finma nannte bei der Bekanntgabe der Untersuchung allerdings keine Namen betroffener Finanzinstitute und gab auch sonst keine weiteren Details bekannt. Nebst der Eidg. Finanzmarktaufsicht hat auch die Wettbewerbskommission (Weko) Vorabklärungen eröffnet. Dies sei bereits vergangenen Montag geschehen, teilte die Weko mit. Die Einleitung weiterer Schritte zu einem späteren Zeitpunkt werde gegenwärtig geprüft, heisst es im Communiqué. Das Sekretariat stehe im Kontakt mit der Finma.

TODESFALL: Der wegen seiner Leistung im Vietnam-Krieg als Volksheld verehrte General Vo Nguyen Giap ist im Alter von 102 Jahren gestorben. Er sei der Altersschwäche erlegen, sagte ein Mitarbeiter des Militärspitals in der Hauptstadt Hanoi. Giap war seit mehreren Jahren bettlägerig.

Giaps Ruhm gründet auf seinem Einsatz in der berühmten Schlacht von Dien Bien Phu 1954. In dem Talkessel im Norwesten des Landes schlugen die Vietnamesen die französischen Kolonialherren im Indochina-Krieg. Giap befehligte die Truppen, die die Franzosen mehr als 50 Tage belagert hatten. Die Schlacht führte zur Teilung Vietnams.

FUSSBALL: Das FIFA-Exekutivkomitee hat noch keinen Entscheid über eine mögliche Winter-WM in Katar 2022 getroffen. Stattdessen soll eine Task Force den besten Zeitpunkt für das umstrittene Fussball-Turnier am Golf herausfinden. Ein Entscheid wird frühestens Ende 2014 fallen.

Nun soll ein Expertengremium nicht nur FIFA-Offizielle sondern auch Mediziner, Verbände sowie TV- und Werbepartner in den Prozess einbinden. FIFA-Präsident Sepp Blatter befürwortet eine WM im November/Dezember, doch dann wären die Termine der europäischen Meisterschaften sowie der Europacup-Wettbewerbe stark tangiert. Eine Neuvergabe der WM 2022 ist trotz weltweiter Kritik an den Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen in Katar kein Thema. Blatter wird mit einer Delegation des Exekutivkomitees nach Katar reisen und den neuen Emir treffen.

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SDA-ATS