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Manchester United gewinnt zum ersten Mal die Europa League. Die Engländer setzen sich im Final in Stockholm gegen das enttäuschende Ajax Amsterdam mit 2:0 durch.

Die Tore von Paul Pogba (18.) und Henrich Mchitarjan (48.) bescherten Manchester United den fünften Europacup-Triumph nach jenen in der Champions League (1968, 1999, 2008) und im Cup der Cupsieger (1991). Damit ist der Rekordmeister aus der Premier League einer von nur sechs Mannschaften, die alle drei Europacup-Wettbewerbe für sich entschieden hat. Womöglich sogar noch wichtiger: Manchester United sicherte sich mit dem Erfolg einen Platz in der Gruppenphase der kommenden Champions League, den es über die Meisterschaft nicht erreicht hatte.

Die Spieler von Manchester United erlebten vor dem Final schwierige Stunden. Das Attentat in der Manchester Arena geschah am Abend vor ihrer Abreise nach Stockholm. Nach der Schweigeminute zu Ehren der Opfer war der 20-fache englische Meister aber ohne Anlaufzeit bereit. Konzentriert und kontrolliert agierte die Mannschaft von José Mourinho, der am Vortag betont hatte, Manchester United habe trotz der Trauer einen Job zu verrichten.

Nach einem Job sah der Auftritt der Engländer auch aus. Nach dem in der Entstehung glückhaften 1:0 durch den abgefälschten Schuss von Pogba beschränkt sich Manchester United darauf, keine Fehler zu machen, Ajax Amsterdam keine Räume zu lassen. Das tat der Sechste der Premier League gut, etwas mehr Brillanz hätte man von der teuren Mannschaft aber erwarten können. Es ging aber auch ohne. Mchitarjan schoss kurz nach der Pause und einem Eckball das 2:0. Für den Armenier, der nur mühsam in Manchester Fuss gefasst hatte, war es der sechste Treffer im Wettbewerb.

Ajax vom Ereignis überwältigt

Mourinho, dem unter anderen der verletzten Goalgetter Zlatan Ibrahimovic fehlte, war wie immer die B-Note egal. Der pragmatische Portugiese, der nun 12 seiner 14 Finals als Trainer gewonnen hat, sorgte mit seiner defensiven Taktik dafür, dass sich Ajax nie ins Spiel fand und auf dem Feld immer etwas verloren wirkte. In 90 Minuten schoss der 33-fache niederländische Meister nur zweimal aufs Tor.

Ajax Amsterdam stellte die jüngste Mannschaft, die jemals einen Europacup-Final bestritten hat. Diese Truppe voller Talente zeigte im Verlauf der Saison auch international, welche Energie sie freisetzen kann und wieviel Spielfreude sie ausstrahlen kann, etwa im Halbfinal-Hinspiel gegen Lyon (4:1). Im Final fehlte dem im Durchschnitt nicht mal 23 Jahre alten Team die Spontanität und die Präzision, um Manchester United aus der Fassung zu bringen. Ausser viel Ballbesitz sprang wenig für Ajax heraus.

Auf den Tag genau 22 Jahre nach dem letzten Europacup-Erfolg, im Champions-League-Final gegen die AC Milan, blieb Ajax wirkungslos. Der dänische Teenager Kasper Dolberg stand im Sturm auf verlorenem Posten, keiner seiner Mitspieler, auch nicht der deutsche Dribble-Künstler Amin Younes oder die Chelsea-Leihgabe Bertrand Traoré, konnte Impulse setzen. Das Ensemble schien vom Ereignis überwältigt.

Telegramm:

Ajax Amsterdam - Manchester United 0:2 (0:1)

Solna/Stockholm. - 50'000 Zuschauer. - SR Skomina (SLO). - Tore: 18. Pogba 0:1. 48. Mchitarjan 0:2.

Ajax Amsterdam: Onana; Veltman, Sanchez, De Ligt, Riedewald (82. de Jong); Klaassen, Schöne (70. Van de Beek), Ziyech; Traoré, Dolberg (62. Neres), Younes.

Manchester United: Romero; Valencia, Smalling, Blind, Darmian; Herrera; Fellaini, Pogba, Mata (90. Rooney), Mchitarjan (74. Lingard); Rashford (84. Martial).

Bemerkungen: Ajax Amsterdam ohne Viergever (gesperrt) und Sinkgraven (verletzt). Manchester United ohne Bailly (gesperrt), Ibrahimovic, Shaw, Rojo und Young (alle verletzt). Verwarnungen: 31. Mchitarjan. 52. Fellaini. 58. Veltman. 64. Younes. 77. Mata (alle Foul). 77. Riedewald (Unsportlichkeit).

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SDA-ATS