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2,3 Millionen Besucherinnen und Besucher haben am Wochenende bei schönstem Sommerwetter das "Züri Fäscht" gefeiert. Teilweise war der Andrang so gross, dass es weder ein Vorwärts noch ein Rückwärts gab. Trotzdem blieb die Stimmung fröhlich und meist friedlich.

Das "Züri Fäscht" verlief nach Zeitplan und ohne grössere Zwischenfälle, wie die Organisatoren am Sonntagabend mitteilten. Auch aus Sicht der Polizei ist der Grossanlass problemlos verlaufen, vor allem angesichts der grossen Zahl der Festgäste.

Dennoch kam es zu Streiterein, die aber meist glimpflich verliefen. Ein 25-jähriger Thurgauer erlitt allerdings am Samstagabend lebensgefährliche Schnittverletzungen. Er war am Sechseläutenplatz von zwei Unbekannten mit einer abgebrochenen Flasche angegriffen worden. Die Kantonspolizei Zürich hat die Ermittlungen aufgenommen.

Hells Angels gestoppt

Insgesamt wurden 14 Personen bei tätlichen Auseinandersetzungen so stark verletzt, dass sie im Spital behandelt werden mussten. Am Samstag stoppte die Polizei eine Gruppe von Hells Angels und Mitgliedern anderer Motorradclubs. Sie stellte bei den 160 Rockern über 140 Waffen sicher, darunter fünf Faustfeuerwaffen.

Schutz & Rettung musste über 600 Personen verarzten - vor allem wegen Schnittverletzungen, Schürfungen oder zu hohem Alkoholkonsum. Ausserdem gab es Blasen an den Füssen, Kreislaufprobleme oder Prellungen. Schwere Verletzungen waren keine dabei, sagte ein Mediensprecher gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Publikumsgeschmack getroffen

Die Organisatoren wollten zeigen, dass das "Züri Fäscht" aktueller sei denn je, hatte OK-Präsident Robert Kaeser bei der offiziellen Eröffnung am Freitagabend gesagt. Und die Zahl der Besucherinnen und Besucher gibt ihm recht: Das Fest ist ein Publikumsmagnet.

Vor allem die beiden Feuerwerke erwiesen sich erneut als Höhepunkte des dreitägigen Festes, das seit 1951 alle drei Jahre stattfindet und als grösstes Volksfest der Schweiz gilt. Rund 900'000 Menschen liessen sich am Freitag vom italienischen Feuerwerker Antonio Parente in den Bann ziehen.

Am Samstag verzauberte Joachim Berner aus Stuttgart sein Publikum. Zum Auftakt sprangen 40 beleuchtete Fallschirmspringer aus dem dunklen Himmel über dem Seebecken. Rund 1,1 Millionen Zuschauer verfolgten das Spektakel.

Rund 130 Festwirtschaften und über 300 Marktstände sorgten für das leibliche Wohl der Gäste, 60 Schausteller mit Buden und Bahnen für Unterhaltung. In Zukunft soll das "Züri Fäscht" qualitativ wachsen und nicht quantitativ, wie OK-Sprecherin Eve Baumann am Sonntag sagte.

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SDA-ATS