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Bangkok - Rund 20'000 Regierungsgegner haben in der thailändischen Hauptstadt Bangkok an die blutigen Strassenschlachten vor neun Monaten erinnert. Die Demonstranten waren in rot gekleidet, der Farbe der Protestbewegung, die im vergangenen Frühjahr die Innenstadt von Bangkok wochenlang lahmgelegt hatte.
Sie zogen vom Demokratiedenkmal aus durch das Stadtzentrum und stoppten mit ihrem Konvoi den Verkehr auf zwei Hauptverkehrsstrassen. Die Demonstranten erinnerten dabei an die Strassenschlachten vom 10. April. Damals hatten Armee und Polizei versucht, die seit März dauernden Proteste gegen die Regierung aufzulösen.
Dabei kamen 20 Zivilisten und fünf Soldaten ums Leben. Die Sicherheitskräfte zogen sich schliesslich zurück. Am 19. Mai liess die Regierung die Panzer ausrücken und räumte das Protestgelände. Insgesamt kamen bei dem fast zehnwöchigen Protest 92 Menschen ums Leben.
"Ich bin hier, um Aufschluss darüber zu verlangen, was damals wirklich passiert ist und dafür zu sorgen, dass die Verantwortlichen zur Verantwortung gezogen werden", sagte Verkäuferin Julab Pinphraluv aus Nordostthailand am Rande der Demonstration.
Regierung umgarnt die ArmenDie Regierung versprach unterdessen neue Unterstützungsprogramme für die Armen. Die von den Demonstranten als Vertretung der Eliten angesehene Regierungspartei der Demokraten werde diese Massnahmen im bevorstehenden Wahlkampf prominent herausstellen, sagte ein Parteisprecher. Die Demokraten gelten als Vertreter der Gelbhemden. Gelb ist die Farbe des Königshauses in Thailand.
Regierungschef Abhisit Vejjajiva will in der ersten Jahreshälfte das Parlament auflösen und Neuwahlen ausrufen. Er kündigte in seiner sonntäglichen Fernsehshow Massnahmen zugunsten der Ärmsten im Umfang von zwei Milliarden Baht (knapp 63 Millionen Franken) an: Wer wenig Strom verbraucht, bekommt die Energie aus der Steckdose künftig gratis, und das Gas, mit dem die meisten Taxis fahren, wird subventioniert.
Die Regierungspartei der Demokraten hat wenig Rückhalt in der überwiegend armen Bevölkerung. Die grosse Mehrheit der Armen steht hinter den Rothemden, die dem gestürzten Premierministers Thaksin Shinawatra nahe stehen.

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SDA-ATS