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Der frühere Regierungschef Hongkongs, Donald Tsang, verlässt nach einem Verhandlungstag das Gericht. Schon am Montag war er aber in Gewahrsam genommen worden. (Archivbild)

KEYSTONE/EPA/JEROME FAVRE

(sda-ats)

Der ehemalige Hongkonger Regierungschef Donald Tsang ist wegen Korruption zu 20 Monaten Haft verurteilt worden. Er war in der vergangenen Woche für schuldig erklärt worden, sein Verhältnis zum Hongkonger Geschäftsmann Bill Wong Cho-bau verschleiert zu haben.

Der Richter Andrew Chan verringerte die mögliche Strafe am Mittwoch nach eigenen Angaben wegen Tsangs gutem Charakter und dessen Verdienste um die chinesische Sonderverwaltungszone um zehn Monate.

Tsang soll in den Jahren 2010 bis 2012 von Wong zu günstigen Konditionen ein Luxusapartment gemietet haben, während dessen Medienunternehmen sich um eine neue Übertragungslizenz bei Hongkongs Behörden bemühte.

Tsang war am Freitag in einem zweiten Anklagepunkt eines Amtsvergehens freigesprochen worden. Ihm droht aber noch ein Wiederaufnahmeverfahren in einem Bestechungsfall. Er soll von einem Inneneinrichter eine kostenlose Renovierung im Wert von 3,35 Millionen Hongkong-Dollar (rund 436'000 Franken) angenommen haben.

Der 72-jährige frühere Verwaltungschef (2005 bis 2012) war am Montag in Gewahrsam genommen worden, verbrachte die folgenden zwei Nächte aber wegen Brustschmerzen in einem Spital.

SDA-ATS

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