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Der FC Barcelona lehnte nach eigenen Angaben ein spätes Angebot des FC Liverpool ab, für 200 Millionen Euro den Brasilianer Philippe Coutinho nach Spanien zu holen.

Sportdirektor Albert Soler erklärte am Samstag vor Journalisten, Liverpool habe am Freitag im letzten Moment vor Transferschluss die Offerte "für einen Spieler, an dem wir interessiert waren", abgegeben. Logischerweise habe man sie abgelehnt, weil es den Mitgliedern des FC Barcelona gegenüber unverantwortlich gewesen wäre, dieses Risiko einzugehen.

Barcelona hatte den Brasilianer Neymar für die festgeschriebene Rekord-Ablösesumme von 222 Millionen Euro an Paris Saint-Germain abgegeben. Als Ersatz war Ousmane Dembelé für 105 Millionen Euro plus mögliche Bonuszahlungen von 42 Millionen Euro von Borussia Dortmund gekommen.

Einen Wechsel von Coutinho hatte Liverpool lange abgelehnt, Barcelona soll zuletzt 123 Millionen Euro geboten haben. Der 28-Jährige hatte erst im Januar seinen Vertrag bei den "Reds" bis 2022 verlängert und geschwärmt, es sei "eine Ehre, für diesen grossartigen Klub und für diesen grossartigen Trainer zu spielen." Ein halbes Jahr später hat er seine Meinung offenbar diametral geändert. Coutinho will unbedingt weg und spielte wegen angeblichen Rückenbeschwerden in dieser Saison noch nicht für Liverpool. Am Donnerstag war er aber quicklebendig und traf für Brasiliens Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation gegen Ecuador zum 2:0.

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SDA-ATS