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Das vergangene Jahr geht als Rekordjahr in die Geschichte der Schweizer Katastrophenhilfe ein: Nie sei das Engagement des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) in Krisenregionen grösser gewesen als 2010, sagte SKH-Chef Toni Frisch am Freitag in Bern.

Das Erdbeben in Haiti oder das Hochwasser in Pakistan gehörten zu den meist beachteten Katastrophen 2010. "Es werden vor allem die spektakulären Krisen kommuniziert", sagte Frisch an der Jahresmedienkonferenz der Humanitären Hilfe der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA).

Es gebe aber auch viele vergessene Katastrophen wie etwa das Leid der Menschen in der sudanesischen Krisenregion Darfur oder im Bürgerkrieg in Somalia. "Die DEZA versucht, auch diesen Menschen eine Stimme zu geben", hielt der DEZA-Vizedirektor fest.

Immer mehr Katastrophen

Das Jahr 2010 bestätige einen allgemeinen Trend, erklärte Frisch: Es gebe immer mehr Katastrophen, die einen humanitären Einsatz erforderten. Diese Entwicklung beeinflusst auch die Arbeit des SKH und der DEZA: "Wir wollen die Präsenz vor Ort verstärken", kündigte Frisch an.

Durch die Anwesenheit von Schweizern vor Ort sei gewährleistet, dass die Qualität der humanitären Arbeit kontrolliert werde. Dass das Parlament die öffentliche Entwicklungshilfe auf 0,5 Prozent des Bruttoinlandprodukts erhöht habe, sei eine Chance für die DEZA, sagte Frisch. Diese wolle vermehrt der Öffentlichkeit zeigen, was sie alles leiste.

Eine Gelegenheit auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen, bietet sich der DEZA 2011 gleich drei Mal: Neben dem 50. Geburtstag der DEZA feiern auch das SKH sein 40-jähriges Bestehen und die Rettungskette ihr 30-Jahre-Jubiläum, sagte DEZA-Chef Martin Dahinden.

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SDA-ATS