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Weltweit steigt die Zahl der Menschen mit konkreten Ausreiseplänen.

KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

(sda-ats)

Weltweit ist die Zahl der Menschen mit Auswanderungsplänen in den vergangenen Jahren leicht gestiegen. Die UNO geht von 23 Millionen Menschen aus, die etwa konkret dafür Geld sparen, Sprachen lernen und Visa-Anträge stellen.

Zu diesem Schluss kommt UNO-Behörde für Migration (IOM) in einer Analyse von Umfragedaten der Jahre 2010 bis 2015. "Zwar gibt es weniger Menschen mit Auswanderungsplänen als oft angenommen wird, aber der leichte Aufwärtstrend weltweit bedeutet, dass die Migration andauern wird", erläuterte IOM-Generaldirektor William Swing der Nachrichtenagentur dpa.

Die USA bleiben der Studie nach das beliebteste Ziel für Menschen mit Migrationsplänen. Darauf folgen nach den IOM-Zahlen Grossbritannien, Saudi-Arabien, Kanada, Frankreich und Deutschland. Insgesamt gebe einer von drei Menschen mit Migrationswunsch an, dass er in ein Entwicklungsland übersiedeln wolle.

Die Hälfte der Migrationswilligen lebt danach in 20 Staaten, angeführt von Nigeria und Indien. Acht davon sind afrikanische Länder. Insgesamt geht die Migrationsbehörde der Vereinten Nationen davon aus, dass es aktuell 244 Millionen Migranten weltweit gibt.

Die Auswertung der Umfragen des Gallup-Instituts in etwa 160 Staaten zeigen laut UNO auch, dass 710 Millionen Menschen sich grundsätzlich vorstellen könnten, irgendwann das Land zu wechseln. 66 Millionen gaben an, Pläne für die kommenden zwölf Monate zu haben.

Es habe 2015 fünf Prozent mehr Erwachsene mit Auswanderungsplänen gegeben als 2010, sagte Swing. Aber weniger als ein halbes Prozent der Befragten bereite den Wechsel vor. "Migrationsabsichten zu verstehen, kann helfen, uns auf künftige Migrationsbewegungen besser einzustellen."

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SDA-ATS