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Mehr als 29 Millionen Menschen weltweit müssen ihr Leben laut einer Studie als Sklaven fristen. Am schlimmsten sei die Lage in Mauretanien, berichtete die australische Stiftung "Walk Free". Das Land habe den höchsten Anteil von Sklaven gemessen an der Bevölkerung.

In Mauretanien sei die Sklaverei tief verwurzelt, schreiben die Autoren. Sklavenfamilien würden weitervererbt wie andere Besitztümer, und Kinder von Sklaven würden auch wieder Leibeigene.

Auf den Plätzen 2 und 3 liegen Haiti und Pakistan. In absoluten Zahlen lebten die meisten Sklaven in Indien: 14 Millionen Menschen.

Nach absoluten Zahlen folgen hinter Indien mit grossem Abstand China (3 Millionen) und Pakistan (2,1 Millionen). Nicht aus Asien oder Afrika kommt als einziges Land Russland unter die ersten Zehn, mit gut einer halben Million Sklaven.

Westliche Länder landen zwar im unteren Viertel des Sklavenindex. "Das heisst aber nicht, dass es in diesen Ländern keine Sklaven gibt", heisst es in dem Bericht. Ganz am Ende der Rangliste - also mit den wenigsten Problemen - liegen neun europäische Länder und Neuseeland.

Moderne Sklaverei hat viele Formen

Moderne Sklaverei habe viele Formen: "Menschenhandel, Zwangsarbeit, Schuldknechtschaft, erzwungene Heirat, Missbrauch von Kindern in bewaffneten Konflikten".

"Opfern moderner Sklaverei ist die Freiheit versagt, und sie werden von anderen benutzt und kontrolliert, entweder für Geld, Sex oder wegen der Lust der Beherrschung."

Der australische Rohstoffmagnat Andrew Forrest hat die "Walk Free"-Stiftung nach Angaben einer Sprecherin mit eigenem Geld vor wenigen Monaten gegründet. Ihre Mission ist die Abschaffung der Sklaverei. Sie will ab jetzt jedes Jahr einen ähnlichen Bericht veröffentlichen.

Hauptautor ist der amerikanische Anthropologe und Soziologe Kevin Bales, der seit Jahren zu Sklaverei forscht. Nach Angaben einer Stiftungssprecherin nahm "Walk Free" sein Datenmaterial sowie Informationen des UNO-Kinderhilfswerks Unicef zur Verheiratung Minderjähriger und Angaben über Menschenhandel und rechnete daraus die Sklaven-Zahlen für einzelne Länder hoch.

SDA-ATS