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Fast jeder dritte Schweizer fürchtet um seinen Arbeitsplatz. Wie eine Umfrage von Wissenschaftlern von ETH und Uni Zürich ergab, bangten 10 Prozent der Beschäftigten stark und weitere 20 Prozent ansatzweise um ihre Stelle.

Die Wissenschaftler befragten im April 2010 für das Jahrbuch "Schweizer HR-Barometer" 1479 Beschäftigte online. Von diesen lebten 1124 in der Deutsch- und 355 in der Westschweiz. Im Zentrum der Befragung standen die Themen Unsicherheit und Vertrauen.

Dabei zeigte sich, dass vor knapp einem Jahr - die Wirtschaft begann eben erst, sich wieder zu beleben - viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer um ihre Jobs fürchteten. Zudem hatte jeder Zweite Angst vor steigender Arbeitsbelastung.

Der Lohn wird wichtiger

Erstmals ergab die Befragung auch, dass die Arbeitnehmenden sehr ausgeprägt Wert auf eine angemessene Besoldung legten. Bisher sei der Lohn weniger wichtig gewesen als die Arbeitszufriedenheit und die Verbundenheit mit dem Unternehmen, halten die Autoren der Studie, Bruno Staffelbach und Gudela Grote, fest.

Fast 30 Prozent waren besorgt über möglicherweise mangelnde Karriereaussichten und schwindende Einflussmöglichkeiten. Die Untersuchungsleiter sehen in diesen Zahlen einen Hinweis darauf, dass einige Verunsicherung herrsche.

Sie empfehlen deshalb den Arbeitgebern, mit mehr Mitwirkungsmöglichkeiten und regelmässigen Leistungsrückmeldungen bei den Beschäftigten Vertrauen zu schaffen. Sonst bestehe die Gefahr, dass die Verbundenheit mit dem Unternehmen leide. Das wiederum erhöhe die Gefahr der Kündigung.

Barometer jährlich veröffentlicht

Das "Schweizer HR-Barometer" wird jährlich veröffentlicht. Es beschäftigt sich mit Themen wie Arbeitszufriedenheit, Personalentwicklung, Arbeitsflexibilisierung und ähnlichem rund um das Personalwesen.

Die Studie wird von Gudela Grote, Professorin für Arbeits- und Organsationspsychologie an der ETH, und Bruno Staffelbach, Professor für Human Ressources Management an der Uni Zürich, herausgegeben.

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SDA-ATS