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Auf dem Firmengelände der Papierfabrik Biberist haben über 3000 Personen gegen die angekündigte Schliessung des Werks und den drohenden Verlust von 550 Arbeitsplätzen demonstriert. Die Redner riefen die Angestellten dazu auf, die Hoffnung nicht aufzugeben.

Ans Rednerpult traten Volkswirtschaftsdirektorin Esther Gassler (FDP), SP-Ständerat Roberto Zanetti, die Vertreter der Arbeitnehmerorganisationen sowie die Gemeindepräsidenten von Biberist, Gerlafingen und Derendingen, wie der Biberister Gemeindepräsident Martin Blaser auf Anfrage sagte. Die Kundgebung war von diesen drei Gemeinden aus als Sternmarsch auf das Firmenareal aus organisiert.

"Wir haben die Erwartung, dass in Biberist weiterhin industriell produziert wird", sagte Esther Gassler vor den Teilnehmern der Kundgebung. Sie versprach, dass die Solothurner Regierung alles unternehmen werde, um die Arbeitsplätze zu erhalten.

Ständerat Zanetti forderte vom Sappi-Verwaltungsrat, dass die "Papieri" eine Chance erhalte und versprach, dass Bundesbern Biberist nicht im Stich lassen werde.

Der südafrikanische Mutterkonzern Sappi will die Papierfabrik in Biberist schliessen, weil sie nicht mehr rentabel sei. Sappi begründet dies mit einer anhaltenden Überkapazität in der Papierindustrie, weiter steigenden Zellstoffpreisen und höheren Energiekosten.

Gewerkschaften, Geschäftsleitung und Beschäftigte haben seit der Schliessungsankündigung Ende März sechs Wochen Zeit, Alternativen zur Schliessung zu suchen. Sie werden dabei vom Solothurner Regierungsrat unterstützt.

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SDA-ATS