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Das Freiburger Modehaus Yendi hat Konkurs angemeldet. Rund 500 Angestellte stehen vor einer unsicheren Zukunft. (Archivbild)

KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

(sda-ats)

Das Freiburger Modehaus Yendi hat keine Lösung für seine finanziellen Probleme gefunden. Die Modekette mit über hundert Filialen und rund 500 Beschäftigten in der ganzen Schweiz hat am Dienstag Konkurs angemeldet.

Dass die Modekette in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten steckt, wurde vergangene Woche ruchbar. Die Gewerkschaft Unia sprach von sich häufenden Betreibungen und Kündigungen von Mietverträgen. Zudem seien die meisten Geschäfte nicht mehr mit neuer Ware aufgefüllt worden.

Alle Hoffnungen zerschlagen

Am Mittwoch informierten die bedien Yendi-Direktoren Jean-Marc Nicolet und Jean-Baptiste Deillon die Filialen über die Pleite. In einem Schreiben, das der Nachrichtenagentur sda vorliegt, verweist das Direktorenduo auf das schwierige Geschäftsumfeld.

Nicolet und Deillon übernahmen den Freiburger Modehändler vor rund einem Jahr von den Gründern Noël und Patricia Wicht.

Das neue Direktorenteam habe versucht, die finanzielle Situation der Modekette zu verbessern. "Leider konnten diese Ziele nicht erreicht werden", heisst es in dem Schreiben. Der negative Trend im Detailhandel setzte sich 2016 fort, so dass der Yendi-Führung die Zeit davonlief.

Angesichts der Schwierigkeiten habe das Direktorenteam auch nach einem Käufer gesucht. Nach monatelangen Verhandlungen mit mehreren Interessenten habe sich aber auch diese Option zerschlagen.

Und so schwand "jede Hoffnung", weiterhin genügend finanzielle Mittel aufzubringen. "Wir waren deshalb gestern Abend gezwungen, dem Richter unsere Situation zu eröffnen", schreibt die Yendi-Führung in ihrem Schreiben vom Mittwoch.

Die Direktion bittet die Angestellten darin, weiterhin ihrer Arbeit nachzugehen, damit "die bestmöglichen Verkäufe" erzielt werden könnten. Dies geschehe im Interesse aller.

Vergangene Woche noch hatte die Direktion den Filialen Mails mit beschwichtigendem Inhalt geschickt. Das zeige, dass die Firma ihren Angestellten gegenüber bis zuletzt ihre wahre Situation verschwiegen habe, schreibt die Gewerkschaft Unia in einer Mitteilung. Unia-Vertreter wollen sich am 18. April mit der Yendi-Direktion treffen.

Das Modehaus mit Sitz im freiburgischen Bulle wurde 1976 gegründet.

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SDA-ATS