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Im Nidwaldner Staatsarchiv ist ein 500 Jahre altes, relativ gut erhaltenes und fast vollständiges Set Jasskarten entdeckt worden. Die in Basel hergestellten Karten waren zur Verstärkung in einen Buchdeckel eingefügt worden.

Den Fund machte eine Restauratorin, die einen Band mit Gerichtsprotokollen restaurierte. Es handelte sich um Urteile, die das Nidwaldner Elfergericht zwischen 1528 und 1535 fällte. Die Urteile sind das älteste Protokoll einer Nidwaldner Kantonsbehörde.

Weil Papier damals teuer war, verwendeten die Buchbinder zur Herstellung von Buchdeckeln oft alte, nicht mehr benötigte Schrift- und Papierstücke. Dass aber 500 Jahre alte und gut erhaltene Jasskarten entdeckt wurden, sei eine Überraschung und eine Seltenheit, schreibt das Nidwaldner Staatsarchiv am Dienstag. Aus dem 16. Jahrhundert seien nur wenige Jasskarten überliefert.

Die Jasskarten waren in Basel hergestellt worden, denn die Schilten-Karten sind mit dem Basler Wappen geschmückt. Basel habe damals massenhaft Spielkarten hergestellt und im deutschen Sprachraum verkauft, schreibt das Staatsarchiv.

Dass die Jasskarten ausgerechnet für einen Einband eines Gerichtsprotokolls verwendet wurden, bezeichnet das Staatsarchiv als Ironie. Denn das Kartenspielen galt damals als lasterhaft und wurde von der Obrigkeit bekämpft.

Die Nidwaldner Landsgemeinde nahm 1572 drei Spiele vom allgemeinen Verbot aus, das Troggen (Tarock), Muntern und Kaiseren. Kaiseren wird in Nidwalden noch heute gespielt, es finden sogar jährlich Meisterschaften statt.

Die ersten Erwähnungen von Kartenspielen in der Schweiz stammen aus dem 14. Jahrhundert.

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SDA-ATS