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52 Leichen in russischem Kohlebergwerk geborgen

Dieser Inhalt wurde am 11. Mai 2010 - 15:25 publiziert
(Keystone-SDA)

Moskau - Drei Tage nach den schweren Methangas-Explosionen in einem russischen Kohlebergwerk steigt die Zahl der Toten weiter an. In der Grube "Raspadskaja" in Sibirien seien die Leichen von 20 weiteren Arbeitern geborgen worden.
Das sagte ein Sprecher der Rettungskräfte in der Region Kemerowo nach Angaben der Agentur Interfax. Damit erhöhte sich die Opferzahl nach dem Drama unter Tage auf mindestens 52. Das Schicksal von 38 weiteren Bergleuten, die bei den zwei schweren Explosionen vom Samstagabend in rund 500 Metern Tiefe verschüttet wurden, sei weiter unklar.
Wegen des hohen Methangehalts sowie steigenden Wassers im Stollen schwand die Hoffnung auf Rettung. Zu den Eingeschlossenen fehlte weiter jeder Kontakt.
Am Vortag waren in der Grube im Kohlebecken Kusbass bereits 32 Tote gemeldet worden. Die ersten Verunglückten wurden bereits beigesetzt. Bei dem Unglück wurden zudem mindestens 80 Bergleute verletzt.
Der russische Regierungschef Wladimir Putin traf am Morgen am Unglücksort rund 3500 Kilometer östlich von Moskau ein. Im Gespräch mit Mitgliedern des örtlichen Krisenstabs trieb der frühere Kremlchef die Rettungskräfte zur Eile an.
Danach besuchte Putin im Krankenhaus der Stadt Nowokuznetsk sechs Bergleute, die bei den Explosionen Verbrennungen und eine Rauchvergiftung erlitten hatten. Bei einem Treffen mit Angehörigen sprach Putin erneut von einem "tragischen" Unglück.
"Worte können Ihnen den Schmerz nicht nehmen", sagte der Regierungschef. "Ich will Ihnen aber versichern, dass der Staat an Ihrer Seite ist und Sie unbürokratisch unterstützen wird."

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