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Bagdad - Der Irak ist vom bislang blutigsten Selbstmordanschlag des Jahres erschüttert worden: mindestens 59 Menschen starben, als sich nach Behördenangaben am Dienstag ein Attentäter vor einem Rekrutierungsbüro der Armee in Bagdad in die Luft sprengte.
Wenige Wochen vor dem vollständigen Abzug der US-Kampftruppen aus dem Irak wächst mit dem Anschlag die Sorge, ob die irakischen Sicherheitskräfte der Gewalt der Aufständischen gewachsen sind.
Das städtische Leichenhaus von Bagdad teilte mit, dass nach dem Anschlag 59 Todesopfer eingeliefert worden seien. Nach Spitalangaben wurden zudem 125 Menschen verletzt.
Laut irakischem Verteidigungsministerium sind die Mehrzahl der Opfer junge Männer, die sich für den Militärdienst einschreiben wollten. Unter den Toten befänden sich aber auch Soldaten, die vor dem Rekrutierungsbüro Wache standen.
Der Selbstmordattentäter zündete Armeeangaben zufolge gegen 07.30 Uhr Ortszeit (06.30 Uhr MESZ) eine Sprengstoffweste, nachdem er sich in die Warteschlange vor dem Gebäude im Viertel Baab al-Muatham im Zentrum der Hauptstadt eingereiht hatte.
Unerkannt durch Sicherheitskontrollen
Ein Rekrut, der mit dem Leben davonkam, sagte der Nachrichtenagentur AFP, er könne nicht verstehen, wie der Attentäter unerkannt die Sicherheitskontrollen passieren konnte. Nach der Explosion seien Überlebende in alle Richtungen geflohen, Soldaten hätten in die Luft geschossen.
Das Selbstmordattentat in Bagdad ist der bislang blutigste Einzelanschlag im Irak in diesem Jahr. Erst Mitte Juli waren in Radwanija mindestens 45 Menschen bei einem Anschlag getötet worden.
In der 25 Kilometer südlich von Bagdad gelegenen Stadt hatte sich ein Attentäter inmitten von Mitgliedern der Sahwa-Miliz, die an der Seite der US-Truppen und der irakischen Armee gegen das Terrornetzwerk Al-Kaida kämpft, in die Luft gesprengt.
Teilabzug der US-Truppen
Die Gewalt im Irak hat zuletzt wieder spürbar zugenommen. Dennoch wollen die USA bis Ende August ihre Kampftruppen vollständig aus dem Land abziehen.
Nur 50'000 US-Soldaten sollen danach vor Ort bleiben, um sich an der Ausbildung der irakischen Armee zu beteiligen. Irakische und US-Vertreter warnen davor, dass Aufständische die Situation für vermehrte Anschläge nutzen könnten.

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SDA-ATS