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70-jähriges Unfallopfer klagt Lamborghini-Lenker an

Dieser Inhalt wurde am 27. November 2009 - 13:31 publiziert
(Keystone-SDA)

Genf - Der junge Lamborghini-Fahrer, der bei Genf in einen Unfall verwickelt war, ist angeklagt worden. Das Unfallopfer, ein 70jähriger Deutscher, dessen Auto der junge Mann gerammt hatte, reicht ebenfalls eine Klage ein.
Der 22-jährige Russe sei der schwere Verletzung des Strassenverkehrsgesetzes, Lenken eines Autos ohne Führerschein, Fahren in angetrunkenem Zustand und der fahrlässigen Körperverletzung angeklagt worden, bestätigte der Genfer Untersuchungsrichter Vincent Fournier Berichte der lokalen Presse.
Zudem will der Untersuchungsrichter den mutmasslichen Raser nochmals verhören. Laut Jacques Barillon, Anwalt des Angeklagten, gibt der junge Mann seine Fehler zu. Hingegen bestreitet er, sich ein Rennen mit einem Bugatti Veyron, einem Mercedes McLaren und einem Porsche Cayenne Turbo geliefert zu haben.
Anders als der Lamborghini-Fahrer sind die drei anderen Lenker, alles Söhne von russischen Millionären, nach dem Unfall nicht an Ort und Stelle geblieben. Trotzdem wurden sie noch am gleichen Abend von der Polizei befragt. Da sie jedoch nicht verhaftet worden waren, konnten sie darauf hin die Schweiz verlassen.
Der 70-jährige Deutsche, der beim Unfall verletzt wurde, befindet sich zurzeit noch immer in Spitalpflege. Der Untersuchungsrichter hat ihn bis jetzt noch nicht befragt.
Daniel Zappelli, Genfer Generalstaatsanwalt, hatte vor ein paar Tagen die Polizeiarbeit in diesem Fall kritisiert. Er wirft der Polizei vor, ihn nicht rechtzeitig informiert zu haben. Auch Justizdirektor Laurent Moutinot tadelte die Vorgehensweise der Polizei.

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