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86 Nichtregierungsorganisationen (NGO) aus der ganzen Welt haben die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff am Dienstag aufgefordert, den Bau des riesigen Staudamms Belo Monte zu stoppen. Dies teilte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mit, die den offenen Brief mitunterzeichnete.

Mit dem Protestbrief übergab die Kampagnen-Organisation Avaaz der brasilianischen Regierung mehr als 500'000 Unterschriften von Privatpersonen.

Der Bau des weltweit drittgrössten Wasserkraftwerks wird nach Schätzungen der Organisationen bis zu 100'000 Siedler in die Region ziehen. Dies gefährde die dort lebende indigene Bevölkerung, insbesondere unkontaktierte Völker, schreibt die GfbV. Diese Menschen lehnen den Kontakt mit Aussenstehenden ab.

Geologen vermuten zudem, dass sich in den an das Staudammgebiet grenzenden Indianerreservaten grosse Rohstoffvorkommen befinden. Nach Angaben der GfbV wurden für rund 63 Prozent der Gesamtfläche der Reservate Genehmigungen für die Suche nach Bodenschätzen beantragt. Darüber werde die indigene Bevölkerung nicht informiert.

Drittgrösstes Wasserkraftwerk der Welt

Die brasilianische Umweltbehörde hatte Ende Januar mit einer Teilgenehmigung den Baubeginn für das umstrittene Staudammprojekt ermöglicht. Es erlaubt dem Baukonsortium Norte Energia die Rodung von rund 240 Hektaren Wald am Standort des geplanten Wasserkraftwerks am Fluss Xingu. Zudem können Strassen dorthin gebaut werden.

Sollte das 11'000-Megawatt-Projekt wie geplant 2015 fertiggestellt sein, wäre es das drittgrösste Wasserkraftwerk der Welt. Bis dahin müssen aber noch mehrere rechtliche Hürden überwunden werden.

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SDA-ATS