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Der Schweizer Technologiekonzern ABB hat am Montag grünes Licht zur Übernahme der US-Firma Thomas & Betts erhalten. Wie ABB am Montagabend bekanntgab, stimmte die Wettbewerbskommission des US-Justizministeriums dem Kauf zu.

Nun müssen die Aktionäre von Thomas & Betts den Schritt noch gutheissen. Nach ABB-Angaben ist dazu auf den kommenden Mittwoch eine Generalversammlung angesagt.

Die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden der EU und Kanadas stehen ebenfalls noch aus. Obwohl ABB den Abschluss der Transaktion deswegen nicht terminieren kann, geht das Unternehmen weiterhin von einem Zeitpunkt Mitte Jahr aus.

ABB bietet 72 Dollar je Aktie und zahlt für das ganze Unternehmen 3,9 Mrd. Dollar. ABB übernimmt damit eine Führungsrolle in Nordamerika, wo es im relevanten Niederspannungsmarkt bisher kaum Akzente setzten konnte.

Rund 240 Mio. Dollar setzte der Schweizer Technologiekonzern bisher in dieser Sparte in Nordamerika um. Mit Thomas & Betts wird es zehnmal mehr sein. Der US-Konzern erwartet im Geschäftsjahr 2011 nach eigenen Schätzungen voraussichtlich 2,3 Mrd. Dollar Umsatz und einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 390 Mio. Dollar.

ABB kann künftig auf ein Netz von mehr als 6000 Händlerstandorten und Grosshändlern zurückgreifen. Die elektrischen Komponenten von Thomas & Betts und die Niederspannungs-, Regel- und Messprodukte von ABB ergänzten sich zu einem umfassenden Portfolio im Niederspannungsbereich, betonten ABB und Thomas & Betts.

Erwartet wird, dass ab 2016 Synergieeffekte von jährlich 200 Mio. Dollar zu Buche schlagen werden. Ohnehin wird der Bereich Niederspannung als einer der rentabelsten bezeichnet.

Thomas & Betts beschäftigt rund 9400 Mitarbeitende. Der Konzern stellt eine ganze Reihe von Niedrigspannungsprodukten her. Dazu gehören etwa Verbinder, Kabelkanäle und Armaturen. Ausserdem liefert das Unternehmen Masten für die Stromübertragung und betreibt einen Bereich für die Produktion von Heiz-, Klima- und Ventilationsanlagen.

Thomas & Betts gilt als Erfinderin des Kabelbinders, den die Firma 1958 auf den Markt brachte. ABB hat bisher rund 18'000 Personen in Nordamerika beschäftigt. Weltweit sind für die ABB-Gruppe rund 130'000 Personen tätig.

SDA-ATS