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Abchasiens Präsident Bagapsch stirbt nach Lungenoperation

Der Präsident der von Georgien abtrünnigen Region Abchasien, Sergej Bagapsch, ist im Alter von 62-Jahren in einem Moskauer Spital gestorben. Er hatte sich einer Lungenoperation unterziehen müssen.

Die Ärzte hätten Bagapschs Zustand nicht mehr stabilisieren können, nachdem vor drei Tagen Komplikationen aufgetreten seien, sagte Bagapschs Sicherheitschef Andrej Bobua. Bagapsch hinterlässt eine Frau, zwei Kinder und zwei Enkel.

"Dies ist ein grosser Verlust für das ganze abchasische Volk", sagte Interimspräsident Alexander Ankwab am Sonntag nach Angaben der Agentur Interfax. Bagapsch war seit Januar 2005 in dem Gebiet am Schwarzen Meer im Amt.

Während Bagapschs Amtszeit als Regierungschef von 1997 bis 1999 wurden Tausende Georgier aus Abchasien vertrieben und ihre Häuser zerstört. Die georgische Regierung sprach von "ethnischer Säuberung".

Nach dem Südkaukasuskrieg 2008 gegen Georgien erkannte Russlands die Unabhängigkeit Abchasiens und der ebenfalls von Tiflis abtrünnigen Region Südossetien an. Weltweit sind diesem Schritt aber bisher nur Venezuela, Nicaragua und die Pazifik-Insel Nauru gefolgt. Für die EU, die USA und auch die Schweiz gehört Abchasien völkerrechtlich weiterhin zu Georgien.

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