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Carme Forcadell - hier beim Eintreffen beim Obersten Gericht in Madrid am Donnerstag - hat die geforderte Kaution bezahlt und wurde am Freitag aus der Untersuchungshaft entlassen.

Keystone/EPA/ANGEL DIAZ

(sda-ats)

Nach Zahlung einer Kaution von 150'000 Euro ist die von Madrid abgesetzte katalanische Parlamentspräsidentin Carme Forcadell aus der Untersuchungshaft freigekommen. Forcadell verliess das Alcalá-Meco-Gefängnis nahe Madrid am Freitag.

Dies sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Unterstützer hatten das Geld für die Kaution zusammengebracht.

Forcadell und fünf weitere Abgeordnete des Parlaments in Barcelona waren am Donnerstag wegen ihrer Rolle bei den Unabhängigkeitsbestrebungen der spanischen Region angehört worden. Die Nacht verbrachte Forcadell in U-Haft. Die spanische Justiz wirft den katalanischen Politikern Rebellion, Aufwiegelung und Veruntreuung öffentlicher Gelder vor. Ihnen drohen bis zu 30 Jahre Haft.

Die meisten ehemaligen Minister der abgesetzten katalanischen Regionalregierung sitzen bereits in Untersuchungshaft, ebenso die beiden Anführer grosser katalanischer Unabhängigkeitsorganisationen.

Kataloniens ebenfalls abgesetzter Präsident Carles Puigdemont und vier seiner Minister hatten sich vergangene Woche nach Belgien abgesetzt, um sich ihrer Verhaftung in Spanien zu entziehen. Madrid beantragte daraufhin über einen europäischen Haftbefehl die Auslieferung. Der Antrag wird derzeit von der belgischen Justiz geprüft.

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