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ADAC steigt wegen hartem Preiskampf aus Fernbus-Geschäft aus

Der harte Preiswettbewerb im deutschen Fernbus-Geschäft treibt jetzt auch grosse Spieler in die Flucht: Nur ein Jahr nach dem Start zieht sich der Automobilclub ADAC zurück und beendet seine Beteiligung am ADAC Postbus.

Die Deutsche Post AG werde den 50-Prozent-Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen übernehmen, teilte der ADAC am Montag in München mit. Der harte Wettbewerb hat bereits andere Unternehmen hart getroffen: Erst am Wochenende war bekanntgeworden, dass das Unternehmen DeinBus.de als Pionier der Branche Insolvenz anmelden musste.

Nach dem Ausstieg des ADAC will die Deutsche Post das Unternehmen allein steuern und das Netz ausbauen. Der Post-Fernbus entwickle sich in einem wachsenden Markt wie geplant und das Unternehmen sei von ihm überzeugt, erklärte Post-Vorstand Jürgen Gerdes. Für die Kunden ändere sich nichts.

Der skandalgebeutelte ADAC begründete den Rückzug mit seiner eigenen Neuausrichtung und dem harten Preisdruck in der Branche. Stattdessen wolle man sich vor allem auf die Kernleistungen Hilfe, Rat und Schutz konzentrieren, erklärte der Automobilclub.

Nur einstelliger Marktanteil

Ursprünglich hatten sich die beiden Partner vorgenommen, zum Platzhirsch auf dem umkämpften Markt zu werden. Zuletzt bezifferte der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (BDO) den Marktanteil aber lediglich auf 8 Prozent. Damit fährt der ADAC-Postbus dem Marktführer MeinFernbus (45 Prozent) und Flixbus (24 Prozent) als Nummer zwei mit weitem Abstand hinterher.

In den vergangenen Tagen hatte der Lokführer-Streik bei der Deutschen Bahn den Anbietern einen Nachfrageschub verschafft. Seit der Liberalisierung des Markts 2013 entwickelt sich der Fernbus-Markt in Deutschland rasant. Bereits im vergangenen Jahr nutzten 9 Millionen Menschen einen Fernbus, in diesem Jahr könnten es nach bdo-Schätzungen doppelt so viele werden.

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