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Ziele erhöht: Adidas erwartet nun ein Umsatzplus von 17 bis 19 Prozent und eine Gewinnsteigerung von 26 bis 28 Prozent im Gesamtjahr. (Archiv)

Keystone/DPA dpa/A3609/_DANIEL KARMANN

(sda-ats)

Reissender Absatz von Turnschuhen und Sportkleidung stimmt Adidas noch optimistischer als bisher. Angesichts kräftiger Umsatz- und Gewinnsteigerungen im zweiten Quartal schraubt Europas grösster Sportausrüster seine Ziele für das Gesamtjahr in die Höhe.

Konzernchef Kasper Rorsted erwartet nun ein Umsatzplus im fortgeführten Geschäft von 17 bis 19 Prozent - jeweils fünf Prozentpunkte mehr als bisher geplant. Der Gewinn soll mit 26 bis 28 Prozent sogar etwa doppelt so stark steigen, wie das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte. Auch die Rivalen Nike und Puma hatten zuletzt mit starkem Wachstum überrascht.

Adidas-Anleger waren begeistert: Der Aktienkurs schoss am Freitag um 8,5 Prozent in die Höhe und erreichte mit 192 Euro ein Allzeithoch. Die Title waren damit zeitweise die einzigen Gewinner im Leitindex Dax, der insgesamt mehr als 0,7 Prozent nachgab.

Adidas überzeugte sogar Skeptiker: DZ-Bank-Analyst Herbert Sturm, der nach dem ersten Quartal noch mit einer "abflachenden Ertragsdynamik" gerechnet und seine "Kauf"-Empfehlung vorübergehend zurückgenommen hatte, sieht den fairen Wert der Aktie nun bei 215 statt bisher 190 Euro.

Im zweiten Quartal verdiente Adidas operativ mit 505 Millionen Euro 18 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der Umsatz im fortgeführten Geschäft stieg um 20 Prozent auf fünf Milliarden Euro. Der Konzern aus Herzogenaurach will sich ganz auf Schuhe und Bekleidung der Marken Adidas und Reebok konzentrieren und hat deshalb sein Golfzubehör-Geschäft verkauft.

Die Marken TaylorMade, Adams und Ashworth gingen an den US-Finanzinvestor KPS. Auch die Eishockey-Sparte wird abgegeben. Die Marke CCM Hockey wurde an den Finanzinvestor Hill Equity Partners veräussert. Details zu den Geschäftsergebnissen will Adidas am kommenden Donnerstag vorlegen.

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SDA-ATS