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Tom Lüthi erfüllt sich mit dem Wechsel zum MotoGP-Team Marc VDS den Karrieretraum. Noch offen ist hingegen, für welches Moto2-Team Dominique Aegerter nächstes Jahr fahren wird.

Vor Jahresfrist drehten sich Dominique Aegerters Gedanken fast ausschliesslich um das Motorrad und darum, nach zwei mässigen Jahren bei Kalex zurück zu Suter zu wechseln. Auf der Maschine des Konstrukteurs aus dem Zürcher Oberland waren dem Berner von 2011 bis 2014 sechs Top-3-Platzierungen in der mittleren WM-Klasse gelungen.

Im September 2017 steht beim Sieger des Moto2-Rennens vom Sonntag in Misano weniger das Motorrad als vielmehr das Geld im Vordergrund. Dabei ist nicht Aegerters Lohn gemeint. Es geht um die solide Finanzierung seines zukünftigen Teams. Beim aktuellen Arbeitgeber Kiefer fühlt sich Aegerter zwar menschlich sehr wohl. Doch das Budget der ohne Hauptsponsor dastehenden Deutschen - und auch dasjenige von Hersteller Suter - sind arg begrenzt. Damit ist klar, dass wiederum (zu) wenige Tests und damit auch nur eine beschränkte Entwicklung des Motorrads möglich sein werden. "Es wird kein Wunder geben", formuliert es Aegerter.

Versöhnung nach Streit?

Darum prüft der Berner, der erst in Misano zum Erfolg zurückgefunden hat, mit seinem Manager Robert Siegrist auch andere Optionen. Von ursprünglich vier infrage kommenden Teams sind noch zwei im Rennen. Neben Kiefer hat überraschend auch Frédéric Corminboeuf seinem langjährigen Fahrer ein Vertragsangebot unterbreitet. Dabei hatten sich die zwei Parteien erst im September 2016 im Streit getrennt. Aegerter verpasste deshalb die letzten vier Saisonrennen.

Gemäss Siegrist stehen die Chancen "zwischen aktuellem und altem Team fünfzig zu fünfzig. Wir müssen in den nächsten Tagen besprechen, was besser ist. Es geht um eine Güterabwägung zwischen einem Team, bei dem sich Dominique geborgen fühlt, und der Möglichkeit, KTM zu fahren."

Nach Saisonende startet für zwei Jahre die Zusammenarbeit von Corminboeufs Team, das allerdings die grössten bisherigen Geldgeber wird ersetzen müssen, mit dem österreichischen Motorrad-Hersteller. Dem Vernehmen nach sind es auch die KTM-Verantwortlichen, die auf eine Verpflichtung Aegerters als dritten Fahrer drängen. Immerhin ist der 26-Jährige in der Moto2-Klasse der letzte Spitzenfahrer, der für kommende Saison noch keinen Vertrag unterschrieben hat.

Raffin mit gültigem Vertrag

Entschiede sich Aegerter tatsächlich zum Wechsel zurück, ergäbe sich für Landsmann Jesko Raffin ein Problem. Gemäss Teamchef Corminboeuf sind der Brite Sam Lowes und der (erfolglose) Spanier Iker Lecuona fix. Die dritte KTM stünde eigentlich Raffin zu. Doch dieser steht trotz gültigem Vertrag für 2018 auf der Kippe. Der mit familiären Problemen kämpfende Zürcher gewann heuer in 13 Rennen nur dreimal Punkte. Am Sonntag erreichte Raffin als Zehnter sein bestes Saisonresultat.

"Jesko muss weiter Resultate erreichen und zeigen, dass er in die WM gehört", fordert Corminboeuf. Weitere Erfolge erhofft sich natürlich auch Raffins Manager Marco Rodrigo. Er ist allerdings der Meinung, dass seinem Fahrer der Platz für 2018 nicht vorenthalten werden kann. "Der Vertrag ist klar. Ich gehe davon aus, dass sich die Gegenpartei daran hält." Wenn nicht, ist der nächste Streit programmiert.

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SDA-ATS