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Auf der Sinaihalbinsel geht das ägyptische Militär massiv gegen islamistische Milizen vor. Die Armee beschoss mutmassliche Verstecke der Rebellen. In dem an Israel grenzenden Wüstengebiet nahm die Gewalt zwischen Islamisten und Sicherheitskräften zuletzt deutlich zu.

Am Samstag begann nach Angaben aus Sicherheitskreisen eine Grossoffensive. Soldaten und Polizisten machten an der Grenze zu Israel mit Kampfhelikoptern und Panzern Jagd auf Dschihadisten. Wie Augenzeugen berichteten, nahmen Helikopter Ziele in der Nähe der Stadt Rafah unter Beschuss.

Über Tote und Verletzte wurde aus Sicherheitskreisen zunächst nichts bekannt. Die amtliche Nachrichtenagentur Mena sprach aber von "einer gewissen Anzahl Toter".

Bereits am Dienstag hatte die Armee ihre "bisher grössten Luftangriffe" auf dem Sinai gegen mutmassliche Verstecke von Islamisten geflogen. Dabei seien acht Islamisten getötet worden, erklärte das Militär. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben ist nicht möglich, da die betroffenen Gebiete gesperrt sind.

Anschlag verhindert

Ein Vertreter der Sicherheitskräfte teilte unterdessen mit, Spezialisten der Armee hätten an der Bahnstrecke zwischen den Städten Suez und Ismailia einen Sprengsatz entschärft.

Demnach sollte die Bombe offenbar den Zug um 6 Uhr morgens treffen, doch hätten Dorfbewohner sie rechtzeitig entdeckt und die Sicherheitskräfte informiert. Den Angaben zufolge bestand der Sprengsatz aus zwei Mörsergeschossen, einer Granate und einer Zündvorrichtung.

Am Donnerstag war Innenminister Mohammed Ibrahim in der Hauptstadt Kairo einem Autobombenanschlag entgangen. Er hatte daraufhin vor einer "Welle des Terrorismus" gewarnt. Ibrahim ist eine treibende Kraft beim gewaltsamen Vorgehen gegen die Anhänger des am 3. Juli vom Militär gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi.

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SDA-ATS