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Die ägyptische Staatsanwaltschaft hat dem früheren Ministerpräsidenten Atef Obeid und einem weiteren Exminister verboten, das Land zu verlassen. Das meldete das staatliche Fernsehen am Mittwoch.

Obeid war von 2001 bis 2004 Regierungschef. Mit Reiseverbot belegt wurde auch der langjährige Kulturminister Faruk Husni sowie den Chef des staatlichen Fernsehens und Radios, Osama al-Scheich und neun Geschäftsleute. Die Verhängung eines Reiseverbots geht meist der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens voraus.

Seit dem Rücktritt von Präsident Husni Mubarak am 11. Februar geht die Militärführung gegen dessen Gefolgsleute vor.

Unterdessen randalierten vor dem ägyptischen Innenministerium am Mittwoch etwa 600 Polizisten, die wegen Korruption und anderer Delikte entlassen worden waren. Nach Angaben von Augenzeugen zündeten sie in einer Garage neben dem Gebäude in der Kairoer Innenstadt mehrere Autos an.

Die Polizisten hatten zunächst für ihre Wiedereinstellung demonstriert. Als ihre Forderung abgelehnt wurde, legten sie den Brand, den die Feuerwehr relativ schnell unter Kontrolle bringen konnte. Insgesamt sollen landesweit rund 3000 Polizisten Anträge auf eine Rückkehr zum Dienst gestellt haben.

Die Menschen in Ägypten leiden seit vielen Jahren unter den üblen Machenschaften vieler Polizisten, die unter dem früheren Innenminister Habib al-Adli fast nie geahndet wurden. Seit der Entmachtung von Präsident Husni Mubarak hat sich das Verhalten der Polizisten im Umgang mit den Bürgern, nach Ansicht vieler Ägypter, etwas gebessert.

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SDA-ATS