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Ägyptens Übergangsministerpräsident Hasem al-Beblawi hat die zerstrittenen Lager des Landes zur Versöhnung aufgerufen. "Ägypten ist wichtiger für die Welt als wir denken und hat besseres von uns verdient", sagte Beblawi am Samstag in einem Interview im staatlichen Fernsehen.

Nach den wochenlangen Massenprotesten müssten die Strassen wieder sicher werden. Die dem gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi nahestehende Muslimbruderschaft schlug das Gesprächsangebot von Beblawi aus. "Es kann keinen Dialog geben, solange die Gewehrläufe auf die Gegner des Putsch gerichtet sind", sagte der Sprecher der Muslimbruderschaft, Gehad al-Haddad.

Die Übergangsregierung wurde vor wenigen Tagen ohne Beteiligung der islamistischen Wahlsieger gebildet. Beblawis Bemühungen, die Muslimbruderschaft in die Regierungsbildung einzubeziehen, wurden schroff zurückgewiesen.

Mursi wurde am 3. Juli entmachtet. Seither sind bei wiederholten Zusammenstössen von Gegnern und Anhängern Mursis rund 100 Menschen ums Leben gekommen. Das Blutvergiessen müsse beendet werden, sagte Beblawi. Zudem müsse die Wirtschaft wieder in Gang gebracht werden. Dabei schloss er Sparmassnahmen nicht aus.

Verfassung überarbeiten

Übergangspräsident Adli Mansur beauftragte am Samstag ein Komitee aus Rechtsexperten, von Sonntag an die Verfassung des Landes zu überarbeiten. Die Verfassung hatte im vergangenen Jahr eine von Islamisten dominierte Versammlung entworfen. Eine überarbeitete Version muss vorliegen, bevor in Ägypten neu gewählt werden kann.

Als Zeichen der Unterstützung für die Übergangsregierung stattete der jordanische König Abdullah am Samstag überraschend einen Besuch in Kairo ab. Er war der erste Vertreter eines arabischen Staates seit dem Sturz von Mursi, der nach Ägypten reiste.

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SDA-ATS