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Sie haben es geschafft: Junge Flüchtlinge aus Afrika durchbrachen den Grenzzaun der spanischen Enklave Ceuta in Marokko.

Keystone/EPA EFE/REDUAN

(sda-ats)

Rund 70 afrikanische Migranten haben am Dienstag von Marokko aus den Grenzzaun zur spanischen Enklave Ceuta überwunden. Nach Angaben der örtlichen Polizei hatten sich 200 Flüchtlinge an dem Versuch beteiligt.

Demnach wurden bei dem Vorfall 18 Menschen leicht verletzt, darunter 15 Migranten und drei Polizisten.

Die Migranten hätten mit Drahtschneidern einen Durchgang durch den mit Stacheldraht bewehrten meterhohen Zaun geschnitten, berichtet ein Sprecher der Enklavenverwaltung.

Bis zu 1500 Afrikaner campierten in den umliegenden Wäldern und warteten darauf, dass sich eine Gelegenheit zum Sturm auf den Grenzzaun ergebe, sagte der Sprecher.

Afrikanische Migranten versuchen immer wieder, entweder vom Meer aus oder über den Zaun in die spanischen Enklaven Ceuta und Melilla zu gelangen. Wenn sie dies geschafft haben, werden die Flüchtlinge entweder in ihre Heimatländer abgeschoben oder auf das spanische Festland gebracht.

Von dort aus versuchen viele Migranten, andere EU-Staaten zu erreichen. Nach Angaben des spanischen Innenministeriums gelangten im ersten Halbjahr 3200 Migranten in die beiden Enklaven, doppelt so viele wie in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Erst im Mai hatten rund 300 Migranten einen Durchbruch versucht, rund 100 von ihnen gelangten auf spanisches Gebiet.

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SDA-ATS