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Mit ihrer Detailhandelskette Volg nimmt die Agrargenossenschaft Fenaco die weissen Flecken in der Ladenlandschaft der Deutschschweiz aufs Korn. Wo der Dorfladen starb, soll Volg in die Lücke springen. Geprüft werden derzeit 45 ladenlose Dörfer. Zudem soll die Detailhandelssparte in der Westschweiz expandieren.

In einem Viertel der ladenlosen Gemeinden dürfte sich ein Volg-Ableger oder ein von Volg beliefertes Geschäft realisieren lassen, sagte Ferdinand Hirsig, Chef der Fenaco-Detailhandels- und Energiesparte, am Mittwoch an der Bilanzmedienkonferenz des Konzerns in Bern.

In der Westschweiz sollen bis Ende Jahr bis zu 20 neue Volg-Läden öffnen. Zudem setzt Fenaco die Konsolidierung der Landi-Märkte fort. Dort ist das Ziel, die aktuell über 300 Standorte auf noch 220 bis 200 dafür aber topmoderne Geschäfte zurückzufahren.

Resistenter Detailhandel

Im vergangenen Jahr erwies sich der Detailhandel von Fenaco in den Volg- und Landiläden als eines der Zugpferde der Agrargenossenschaft. Trotz Preissenkungen von 6 Prozent bei Landi und 0,7 Prozent bei Volg konnte Fenaco den Detailhandelsumsatz um 4,2 Prozent auf 1,67 Mrd. Fr. steigern.

Wenig Sorgen bereitet der Fenaco-Detailhandelssparte der Einkaufstourismus. Die Landi-Artikel gibt es gemäss Hirsig im Ausland nicht. Und zum Einkauf des Tagesbedarfs, wie er in den Volg- und Topshop-Läden sowie den angeschlossenen Detaillisten erhältlich ist, geht niemand extra über die Grenze.

Als Grund für den Erfolg nannte Konzernchef Martin Keller auch die Swissness. Im Gegensatz etwa zu Deutschland mit seiner Billig-Lebensmittel-Politik seien in der Schweiz Lebensmittelskandale weitgehend unbekannt.

Im Treib- und Brennstoffsegment mit den Agrola-Tankstellen steigerte Fenaco den Umsatz um 7,8 Prozent auf 1,09 Mrd. Franken, die Hälfte des Anstiegs erfolgte preisbedingt.

Rückgang bei der Lebensmittelindustrie

Durchzogener verlief das Geschäft in der Nahrungsmittelverarbeitung und im Handel mit Agrargütern und -bedarf. In der Nahrungsmittelindustrie mit dem Getränkeproduzenten Ramseier, dem Gemüse- und Kartoffelverarbeiter Frigemo und dem Fleischbetrieb Ernst Sutter stieg zwar der Absatz, der Umsatz sank aber leicht um 0,5 Prozent auf 1,29 Mrd. Franken.

Da die Ernte durchschnittlich war, hielt sich das Angebot von Getreide, Ölpflanzen, Kartoffeln, Kernobst und Gemüse die Waage. Ein Überangebot gab es wegen des vom Vorjahr gelagerten Mostobst-Konzentrats sowie beim Wein. Knapp war das Steinobstangebot.

Etwas mehr Umsatz - leicht weniger Gewinn

Insgesamt kam Fenaco mit den über 80 Bereichen und Tochtergesellschaften auf einen Umsatz von 5,68 Mrd. Franken, 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Der operative Gewinn sank um 5,9 Prozent auf 242 Mio. Franken, weil Fenaco den Genossenschaftern bessere Einkaufskonditionen und höhere Prämienzahlungen gewährte.

Das Unternehmensergebnis lag bei 61 Mio. Fr. und damit 1,3 Prozent tiefer als im Vorjahr. Der Margendruck machte Fenaco 2012 weiterhin zu schaffen. Ins Jahr 2013 gestartet ist Fenaco den Angaben zufolge ansprechend.

Für Fenaco arbeiteten Ende Jahr 8935 Beschäftigte, davon 480 Lehrlinge. Damit bezeichnet sich das Unternehmen als einen der wichtigsten Arbeitgeber im ländlichen Raum der Schweiz. Der genossenschaftlich organisierte Konzern wird dieses Jahr 20 Jahre alt. Er ging 1993 aus sechs landwirtschaftlichen Genossenschaften hervor.

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SDA-ATS