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Der inhaftierte chinesische Künstler Ai Weiwei hat erstmals seit seiner Festnahme vor gut sechs Wochen seine Ehefrau wiedersehen dürfen. Ihr Mann habe aufgebracht und innerlich zerrissen gewirkt, zugleich aber versichert, dass es ihm gesundheitlich gut gehe, sagte Lu Qing.

Das Treffen habe am Sonntag an einem unbekannten Ort stattgefunden und etwa 20 Minuten gedauert. Eine genaue Erklärung für die Inhaftierung Ais hätten die Behörden noch immer nicht gegeben.

Es sei eindeutig gewesen, dass ihr Mann sich ihr gegenüber nicht natürlich verhalten habe, sagte Lu am Montag. "Ich konnte sehen, wie rot seine Augen waren." Bei ihrem kurzen Besuch sei sie von zwei Personen begleitet worden, einer, "die offenbar für Ai zuständig war" und einer, die Notizen gemacht habe.

Über die gegen Ai erhobenen Anklagen habe nicht gesprochen werden dürfen. "Wir waren sehr vorsichtig, wir wussten, dass die Vereinbarung jederzeit gebrochen werden könnte", sagte Lu.

Während des Treffens trug der Künstler den Angaben zufolge seine eigene Kleidung und keine Handschellen. Der an Bluthochdruck leidende 53-Jährige habe zudem erklärt, er könne täglich längere Spaziergänge machen und werde medizinisch gut versorgt.

Keine Aufklärung über Aufenthaltsort

Man sei erleichtert, dass es ihm gut gehe, hoffe aber, dass die Regierung Einzelheiten über den Fall nennen werde, sagte Ais Schwester Gao Ge. Wo der Künstler festgehalten werde, habe die Polizei der Familie noch immer nicht mitgeteilt.

Ai wurde am 3. April inmitten einer gegen chinesische Dissidenten gerichteten Verhaftungswelle am Flughafen von Peking festgenommen. Seit der Verschleppung haben sich international zahlreiche Politiker und Künstler für die Freilassung Ais eingesetzt.

Die chinesischen Behörden werfen ihm Wirtschaftsverbrechen vor. Nach Ansicht seiner Familie wird der Künstler jedoch dafür bestraft, dass er die kommunistische Regierung Chinas kritisiert und auf soziale Probleme im Land aufmerksam gemacht hat.

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SDA-ATS