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Die Berliner Universität der Künste (UdK) setzt sich für den inhaftierten chinesischen Künstler Ai Weiwei ein und will ihn als Gastprofessor engagieren. Wann der Künstler, der seit dem 3. April in Haft ist, nach Deutschland kommen kann, ist allerdings offen.

"Wir hoffen, dass Ai Weiwei in Kürze seine Arbeit hier aufnehmen kann", sagte UdK-Präsident Martin Rennert am Mittwoch. "Wir berufen keinen Dissidenten, sondern einen herausragenden und wesentlichen Exponenten der zeitgenössischen Kunst", betonte er.

Das Berufungsverfahren an der Akademie begann bereits im Dezember 2010. Der jetzige Kontakt sei über Ais Büro in Hongkong gelaufen, das Verbindung zu dessen Ehefrau habe, sagte Rennert. Die Universität wolle das Angebot so lange offen halten, bis sie mit dem Künstler gesprochen habe und dieser Position beziehen konnte.

Interesse bekundet

Mit Ais Festnahme sei auch sein Atelier in Peking zerstört worden. Dadurch sei das Berufungsverfahren beschleunigt worden. "Die Universität der Künste Berlin steht für die Freiheit der Kunst und mithin für die Freiheit der Künstler", erklärte Rennert.

Der dänische Künstler Olafur Eliasson, seit 2008 Professor an der UdK und Leiter des Instituts für Raumexperimente, sagte, er wolle Ai Weiwei auch in die Arbeit seines Instituts einbinden.

Ai habe bei einem Besuch in Eliassons Atelier Interesse an Berlin und der UdK gezeigt. Finanziert wird die Gastprofessur von der landeseigenen Einstein Stiftung. Der Chinese war kurz nach der Eröffnung einer Ausstellung der Museen aus Berlin, Dresden und München in Peking zur "Kunst der Aufklärung" festgenommen worden.

Einzelheiten wollen Bildungssenator Jürgen Zöllner, UdK-Präsident Martin Rennert und der dänische Künstler Olafur Eliasson am Mittwochnachmittag bekanntgeben. Eliasson, der am Institut für Raumexperimente der UdK Berlin tätig ist, ist ein Freund von Ai Weiwei und hatte mit ihm zusammengearbeitet.

Ai Weiwei ist seit dem 3. April in Haft. Er war kurz nach der Eröffnung einer Ausstellung deutscher Museen in Peking festgenommen worden. Deswegen waren auch Stimmen laut geworden, die Ausstellung im Pekinger Nationalmuseum zurückzuziehen.

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SDA-ATS