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Nach dem dritten Viertel der Super-League-Saison ist Lugano ein Gewinner. Dank dem 5. Sieg in den letzten 8 Spielen, einem 4:2 gegen Sion, lösen sich die Tessiner noch weiter aus der Gefahrenzone.

Der FC Sion hat die Teilnahme am Cupfinal sichergestellt. Wenige Tage nach diesem mit Vehemenz angestrebten Erfolg liessen die Walliser in Lugano über weite Strecken Konzentration und Engagement vermissen. Nach 25 peniblen Minuten hiess es aus Sittener Sicht 0:3. Ein Aufbäumen vor der Pause nutzten sie, um zum 2:3 aufzuschliessen. Es blieb aber die einzige gute Phase der Mannschaft von Trainer Peter Zeidler.

Ein ähnlich guter Start in eine Partie glückte den Tessinern letztmals Ende Mai 2016 in dem für den Ligaerhalt entscheidenden Heimspiel gegen St. Gallen. Damals trugen sie zum 2:0-Vorsprung nach elf Minuten mit konzentriertem Defensivspiel Sorge. In der zweiten Halbzeit folgte noch das 3:0. Zurzeit haben die Ticinesi im Abstiegskampf recht viel Luft. Vielleicht deshalb und wegen der relativen Erfolge in jüngster Zeit wurden sie sorglos. Gegen eine offensivstarke Mannschaft wie die Sittener wird und wurde dies - vorübergehend - bestraft.

Der Ausgang und der Gehalt des Spiels lassen sich mit zwei Namen symbolisieren: Ezgjan Alioski hier, Jérémy Taravel dort. Der für seine ursprüngliche Heimat Mazedonien spielende Berner hatte in den letzten elf Meisterschaftsspielen nur einmal getroffen, aber diesmal zeigte er sich als erster Hattrick-Schütze nach Luganos Wiederaufstieg von der besten Seite. Mit der schönen Vorarbeit zu Armando Sadikus entscheidendem 4:2 kurz nach der Pause rundete Alioski seine bravouröse Leistung ab.

Der Antipode war Jérémy Taravel, der in der Sittener Innenverteidigung den verletzten Reto Ziegler ersetzte respektive hätte ersetzen sollen. Wüsste man nicht ganz genau, dass Sion den 29-jährigen Franzosen im Februar von Gent aus freien Stücken verpflichtete, könnte man fast meinen, Lugano habe den zumindest an diesem Nachmittag unglaublich ungelenken Taravel heimlich als subversives Element in die Mannschaft eingeschleust. Er war mit schweren Fehlern der Vorbereiter aller vier Tessiner Tore. Er verschuldete also nicht nur einen Hands- und einen Foulpenalty.

Telegramm:

Lugano - Sion 4:2 (3:2)

4023 Zuschauer. - SR Tschudi. - Tore: 17. Alioski (Handspenalty) 1:0. 19. Alioski (Sadiku) 2:0. 25. Alioski (Foulpenalty) 3:0. 34. Konaté (Constant) 3:1. 39. Constant (Zverotic) 3:2. 49. Sadiku (Alioski) 4:2.

Lugano: Salvi; Cümart, Sulmoni, Golemic; Crnigoj, Mariani, Piccinocchi (46. Rey), Sabbatini, Mihajlovic; Alioski (89. Padalino), Sadiku (71. Carlinhos).

Sion: Mitrjuschkin; Lüchinger, Zverotic (68. Da Costa), Taravel, Pa Modou; Karlen (46. Follonier), Salatic, Adão; Akolo, Konaté, Constant (77. Itaperuna).

Bemerkungen: Lugano ohne Jozinovic und Rosseti (beide verletzt). Sion ohne Bia, Mveng, Ziegler und Carlitos (alle verletzt). Pfostenschuss: 65. Konaté. Verwarnungen: 24. Taravel (Foul), 29. Konaté (Foul), 57. Mariani (Foul).

SDA-ATS

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