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Screenshot eines Fotos auf Life.ru: Dieses Wrackteil liegt rund 25 Kilometer vom Flughaben Domodedowo in einem verschneiten Feld.

KEYSTONE/AP LIFE.RU

(sda-ats)

Beim Absturz eines russischen Verkehrsflugzeugs sind am Sonntag alle 71 Insassen getötet worden. Dies teilte die Luftverkehrsbehörde in Moskau mit.

Die Maschine mit 65 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern war vier Minuten nach dem Start vom Moskauer Flughafen Domodedowo vom Radar verschwunden. Die Antonow An-148 der Fluggesellschaft Saratow war in Richtung der Stadt Orsk im Ural unterwegs.

Die Absturzstelle liegt laut russischen Medienberichten im Distrikt Ramenski im Grossraum Moskau. Augenzeugen aus dem Dorf Argunowo berichteten von einem brennenden Flugzeug, das vom Himmel gestürzt sei. Laut der Nachrichtenagentur Interfax befanden sich Wrackteile noch in einiger Entfernung von der Absturzstelle.

Ursache unklar

Unklar war zunächst die Unglücksursache. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf. Nach Angaben eines Vertreters des Flughafenbetreibers verschwand die Antonow zwei Minuten nach dem Start von den Radarschirmen. Mehrere Ursachen kämen in Betracht, von menschlichem Versagen bis zu den schlechten Wetterbedingungen, teilte das Verkehrsministerium mit.

Ein vom staatlichen Fernsehen veröffentlichtes Video vom Absturzort zeigte Trümmerteile, die im Schnee liegen. Russland verzeichnet seit Tagen Rekordschneefälle, und zum Startzeitpunkt soll schlechte Sicht geherrscht haben. Medienberichten zufolge erreichten die Bergungskräfte die Absturzsstelle nur zu Fuss.

Die Antonow war den Berichten zufolge sieben Jahre alt. Erst seit einem Jahr war sie im Besitz der Saratow Airlines.

Putin kondoliert

Präsident Wladimir Putin sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Laut dem Gouverneur von Orenburg, dem Ziel der Antonow, stammten mehr als 60 Insassen aus seiner Region.

In Russland kommt es immer wieder zu Flugzeugabstürzen. Verantwortlich sind neben Pilotenfehlern und schlechtem Wetter oftmals auch der Einsatz von alten, schlecht gewarteten Maschinen.

Der spektakulärste Vorfall der jüngsten Zeit war der Absturz einer russischen Militärmaschine im Dezember 2016 über dem Schwarzen Meer: Unter den 92 Toten waren 64 Mitglieder des berühmten Alexandrow-Ensembles, das auch als Chor der Roten Armee bekannt ist. Der Chor sollte bei den Neujahrsfeiern der in Syrien stationierten russischen Soldaten auftreten. Schuld soll damals ein Pilotenfehler gewesen sein.

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SDA-ATS