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Beim Absturz eines Linienflugzeugs in Pakistan sind am Freitag sämtliche 127 Insassen ums Leben gekommen. Das sagte ein Sprecher der Zivilluftfahrtbehörde. Von etwa 110 Passagieren seien Überreste gefunden worden. Die Retter seien bemüht, auch die übrigen 17 Leichen zu bergen.

Zunächst hatte Behördensprecher Perves George die Zahl der Menschen an Bord mit 131 angegeben, dann mit 122. Die Maschine der Fluggesellschaft Bhoja Air zerschellte in der Ortschaft Hussain Abad und brannte aus. "Das Flugzeug ist vollständig zerstört", sagte der Polizeisprecher Fazle Akbar, der sich am Unglücksort befand.

Die Sprecherin des Rettungsdienstes 1122, Deeba Shehnaz, sagte am Absturzort, es habe auch unter den Dorfbewohnern Opfer gegeben. Sie schätze, dass die Überreste von insgesamt etwa 150 Menschen dort verstreut lägen. Der Polizeichef von Islamabad, Bani Yameen, sagte hingegen, es habe keine Opfer am Boden gegeben.

Die Boeing 737 befand sich nach Polizeiangaben auf dem Weg von der südpakistanischen Hafenstadt Karachi nach Islamabad. Es war der Jungfernflug der Maschine.

Schlechte Wetterbedingungen

Zum Unglückszeitpunkt herrschten schlechte Wetterbedingungen. Der pakistanische Innenminister Rehman Malik sagte, möglicherweise sei das Flugzeug vom Blitz getroffen worden. Die Flügel hätten vor dem Absturz gebrannt.

Pervez George, sagte, Bhoja Air sei 2010 bankrott gewesen und habe den Betrieb erst im vergangenen Monat wieder aufgenommen. Die Maschine der Fluglinie habe auf dem Jungfernflug nach Islamabad um 17.10 Uhr Ortszeit in Karachi abgehoben. Eineinhalb Stunden später sei der Kontakt zum Tower in Islamabad abgerissen.

Vor knapp zwei Jahren war ein Flugzeug der privaten Fluglinie Air Blue auf derselben Route von Karachi nach Islamabad bei Monsunregen in die Berge nördlich der pakistanischen Hauptstadt gestürzt. Bei dem bis dahin schlimmsten Unglück der zivilen Luftfahrt in Pakistan waren damals mehr als 150 Menschen ums Leben gekommen.

SDA-ATS