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Bern - Die Bevölkerung lässt sich immer häufiger ambulant in den Spitälern behandeln, wie eine Erhebung des Spitalverbands H+ zeigt. Das geht ins Geld: Die Kosten für ambulante Leistungen stiegen in den letzten vier Jahren um 8,5 Prozent.
Grund dafür sind aufwändigere und komplexere Eingriffe, die zunehmend stationäre Spitalaufenthalte ersetzen, wie der nationale Verband der öffentlichen und privaten Spitäler am Dienstag mitteilte.
Zwischen 2006 und 2009 sei die Zahl ambulanter Behandlungstage pro Spital um durchschnittlich 13,4 Prozent gewachsen, ergab die Erhebung bei 61 Akutspitälern und -kliniken. An der Spitze der Eingriffe stehen Kniegelenkspiegelungen.
Viele medizinische Fälle könnten heute zudem vermehrt ambulant durchgeführt werden: Neben Herz- und Grauer-Star-Operationen gehörten dazu auch die Betreuung von Krebspatienten nach Chemotherapie und Bestrahlung.
Folgen habe der Anstieg ambulanter Behandlungen auch finanziell, kritisiert der Spitalverband. Die Kosten für Krankenkassen stiegen, da die Kantone bei ambulanten Behandlungen nicht mitbezahlten. Dabei sei die ambulante Spitalmedizin günstiger als die stationäre Behandlung.

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SDA-ATS