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Die US-Luftfahrtgesellschaften American Airlines und US Airways schliessen sich zusammen. Sie bilden gemessen an den absolvierten Meilen der Passagiere die weltgrösste Fluggesellschaft.

Die Gesellschaften machten den Zusammenschluss am Donnerstag offiziell. Bereits am Vortag war der Weg für den Zusammenschluss endgültig freigemacht worden. Die Verwaltungsräte von US Airways und der insolventen American-Muttergesellschaft AMR gaben grünes Licht. Nach dem Zusammenschluss fliegen die Flugzeuge unter dem Namen American Airlines.

Für die Fusion soll kein Geld fliessen. Die klammen Unternehmen planen lediglich einen Aktientausch. Die Anteilseigner von American Airlines werden wie erwartet 72 Prozent an der gemeinsamen Gesellschaft halten, die der kleineren US Airways 28 Prozent.

Konzernchef wird allerdings US-Airways-Lenker Doug Parker, der als Architekt der Fusion gilt. Der Chef von American Airlines, Tom Horton, wird Vorsitzender des Verwaltungsrats.

Sitz des Unternehmens wird der American-Airlines-Standort in Fort Worth, Texas, sein. Die neue Fluggesellschaft wird der Allianz Oneworld angehören. Das bedeutet, dass US Airways das Konkurrenz-Bündnis Star Alliance verlassen muss, zu deren Mitgliedern auch die Swiss zählt.

Einsparungen von 1 Mrd. Dollar

Die wirtschaftlich seit Jahren chronisch schwächelnden Unternehmen wollen mit der Fusion ihre Chancen im amerikanischen Markt gegenüber den Konkurrenten Delta und United Continental verbessern.

Zusammen kommen die Airlines auf einen Umsatz von knapp 39 Mrd. Dollar. Künftig werden pro Tag 6700 Flüge angeboten. Angeflogen werden 336 Destinationen in 56 Ländern. Die Auslieferung von 600 neuen Jets an das gemeinsame Unternehmen ist vorgesehen.

Der Zusammenschluss soll jährliche Einsparungen von über einer Mrd. Dollar bringen. Zuvor fallen allerdings einmalige Kosten von 1,2 Mrd. Dollar an, die über drei Jahre gestreckt werden.

Der Wert der neuen Firma beläuft sich auf 11 Mrd. Dollar. Damit liegt der Börsenwert des neuen Unternehmens unter demjenigen des Konkurrenten Delta, dessen Marktwert 12,4 Mrd. Dollar beträgt. Die Marktkapitalisierung von United Continental beläuft sich auf 8,7 Mrd. Dollar.

Vergebliche Suche

US Airways war seit Jahren vergeblich auf der Suche nach einem Partner und wurde deswegen spöttisch schon das "hässliche Mädchen" genannt. Anfang 2007 scheiterte US Airways mit einem feindlichen Übernahmeangebot für Delta.

Offen ist noch, ob der Zusammenschluss ein Erfolg wird. Delta hat seit der Fusion mit Northwest seine Reichweite ausgebaut und die Geschäftszahlen verbessert. Bei United Continental dagegen sieht die Bilanz weniger gut aus. Insgesamt haben die vielen Zusammenschlüsse laut Experten die wirtschaftlichen Perspektiven der Branche aber gestärkt.

Analysten bewerten den Schritt, über den seit über einem Jahr verhandelt wurde, als positiv. An der Börse haben die Aktien von US Airways seit Frühjahr 2012 bereits 57 Prozent an Wert gewonnen. Damals hatten die einflussreichen Gewerkschaften ihre grundsätzliche Unterstützung für den Zusammenschluss signalisiert.

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SDA-ATS