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Rund 30 amerikanische Staats- und Regierungschefs, darunter US-Präsident Barack Obama, sind am Samstag zu einem Gipfel in der kolumbianischen Küstenstadt Cartagena zusammengekommen. Themen des zweitägigen Treffens sind unter anderem der Kampf gegen Armut und Drogen.

Auf der Tagesordnung standen auch das Vorgehen gegen Korruption und Gewalt. Vor seiner Abreise erteilte Obama in einem Interview mit lateinamerikanischen Zeitungen einer Legalisierung von Drogen in den USA eine Absage. Diese hätte "negative Folgen für Gesundheit und Sicherheit in all unseren Staaten", sagte Obama.

Auch der Ausschluss Kubas aus der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und die seit fünf Jahrzehnten anhaltende Blockade der USA gegen den Inselstaat dürften erörtert werden.

Mit seiner Haltung zu Kuba steht Obama auf dem Gipfel am Wochenende unterdessen auf verlorenem Posten. Lediglich Kanada unterstützt ihn in seiner Haltung, der kommunistischen Führung der Karibikinsel auch künftig die Teilnahme an dem Regionalforum zu verweigern.

Absagen

Kuba wurde zu dem Amerika-Gipfel nicht eingeladen. Aus Proteste dagegen blieb Ecuadors linksgerichteter Staatschef Rafael Correa dem Gipfeltreffen fern. Boliviens Staatschef Evo Morales sagte bei seiner Ankunft in Cartagena, dies werde der letzte Amerika-Gipfel ohne Kuba sein.

Kurz vor Beginn sagte der an Krebs erkrankte venezolanische Präsident Hugo Chávez seine Teilnahme an dem Gipfel ab. Abwesend war zudem Nicaraguas Staatschef Daniel Ortega.

Obama betonte in Cartagena die Bedeutung Lateinamerikas als Handelspartner der USA. Vor Wirtschaftsführern lobte Obama besonders Kolumbien und Brasilien für eine effektive Regierungsarbeit, die zu wirtschaftlichem Wachstum geführt habe. Das Wirtschaftstreffen war erstmals mit dem Amerika-Gipfel verbunden.

Explosionen

Kurz vor dem von 17'000 Sicherheitskräften bewachten Amerika-Gipfel gingen in Cartagena zwei kleine Sprengsätze hoch, bei denen aber niemand verletzt wurde. Die Explosionen ereigneten sich in einem Busbahnhof und nahe eines Supermarktes, wie der Sicherheitschef der kolumbianischen Polizei, General Rodolfo Palomino, sagte.

Auch in der Hauptstadt Bogotá gingen am Freitagabend zwei Bomben hoch, ohne aber laut Polizei jemanden zu verletzen oder Schäden anzurichten. Wer hinter den Explosionen stand, war unklar. In kolumbianischen Städten gibt es immer wieder Sprengstoffanschläge, für die linksgerichtete Guerilla-Gruppen verantwortlich gemacht werden.

SDA-ATS