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Segeln - Titelverteidiger Oracle sowie das Team New Zealand segeln ab heute Nacht vor San Francisco beim America's Cup um die älteste Sporttrophäe der Welt. Die Kiwis steigen mit einem 2:0-Vorsprung ins Duell.
Einzig die spektakulären Bilder der Katamarane, die mit über 80 Stundenkilometer übers Wasser fliegen, begeistern derzeit beim prestigeträchtigen Segel-Event. Ansonsten schreckt der America's Cup die Sportinteressierten seit Jahren ab.
Da war zunächst das zermürbende juristische Gezerre zwischen dem Oracle-Boss Larry Ellison und dem Alinghi-Patron Ernesto Bertarelli, der für die Schweiz den Cup 2003 und 2007 gewonnen hatte. Danach kam des neue Format mit den Zweirumpf-Booten. Es wirkt nicht überzeugend: zu teuer und keine echten Duelle mehr auf See. Nur gerade drei Syndikate nahmen im Juli und August am Louis Vuitton Cup teil, im dem der Herausforderer von Oracle bestimmt wurde. 2007 in Valencia waren noch elf Jachten in See gestochen. Und diese Woche hat die Jury das Team Oracle in Folge einer Bootsmanipulation in der vorgeschalteten America's Cup Weltserie (ACWS) hart bestraft. Als Folge davon steigen die Amerikaner mit zwei Minuspunkten in die Best-of-17-Serie.
Gesegelt werden Katamarane der Klasse AC72. Die Hochtechnologie-Geschosse sind 22 m lang und entwickeln gewaltige Kräfte. Die Segel ragen bis zu 40 m über Wasser. Sie gleichen einem Flügel eines Langstreckenflugzeugs. Sobald der Takeoff-Speed erreicht ist, fliegen die Boote über die Wellenspitzen in der San Francisco Bay. Alle Mann an Bord tragen Helme. Doch auch dieser Schutz ist unter Umständen nutzlos. Am 9. Mai brach beim Training in der San Francisco Bay der schwedische Katamaran Artemis am vorderen Querträger und kenterte. Dabei wurde der Brite Andrew Simpson unter Wasser gedrückt und ertrank. Sechs Monate davor, im Oktober 2012, war bei 25 Knoten Wind während einer Wende das Boot von Oracle gekippt und später auseinandergebrochen.
Wer im Final die besseren Karten in der Hand hält, wird sich wohl bereits in der ersten Regatta zeigen. Die Taktik spielt kaum mehr eine Rolle. Wer das schnellere Boot konstruiert hat, wird gewinnen. Der Louis Vuitton Cup jedenfalls verlief sportlich langweilig. Team New Zealand segelte vorne weg, der Blick des Zuschauers galt vorwiegend dem eingeblendeten Geschwindigkeitsmesser.
Pro Wettkampftag sind zwei Duelle angesetzt. Die Startschüsse erfolgen jeweils um 22.10 sowie 23.10 Uhr Schweizer Zeit. Die Neuseeländer brauchen neun Siege, die Amerikaner deren elf, um die Trophäe in die Höhe zu stemmen.

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SDA-ATS