Simon Ammann gelingt im Trentino ein weiterer Schritt nach vorne. Der Toggenburger springt am Sonntag beim zweiten Weltcupspringen von Predazzo als Neunter erstmals in diesem Winter in die Top Ten.

Der vierfache Olympiasieger nutzte im Val di Fiemme die Gunst der Stunde. Als der Routinier zum zweiten Mal vom Balken abstiess, setzte der störende Rückenwind kurzzeitig aus. Ammann segelte auf die Tagesbestweite von 135 m und kam dem Schanzenrekord sehr nahe. In diesem Weitenbereich war für ihn keine Telemark-Landung mehr möglich. Trotz der Abzüge überholte der Schweizer im zweiten Durchgang noch sechs Konkurrenten. Letztmals war der 37-jährige Toggenburger vergangenen Januar beim 3. Rang im Skifliegen von Bad Mitterndorf und mit Platz 5 in Zakopane in den Top Ten eines Weltcup-Springens aufgetaucht.

Unmittelbar vor Ammann hatte Killian Peier seinen zweiten Sprung absolviert. Die 130,5 m reichten in der Endabrechnung knapp nicht für den vierten Top-Ten-Platz in Serie. Der Waadtländer wurde Elfter.

Nach Ammanns Flug verkürzte die Jury den Anlauf um zwei Luken. Der Sieger Dawid Kubacki aus Polen sprang gleichwohl klar über 130 m und feierte seinen ersten Sieg im Weltcup. Derweil riss nach sechs Erfolgen die Siegesserie des Japaners Ryoyu Kobayashi. Der Asiate musste sich mit Rang 7 begnügen. In den zuvor zwölf Wettkämpfen dieses Winters war er elfmal auf dem Podest gestanden, deren neunmal als Sieger.

Der Japaner hätte mit dem siebenten Erfolg hintereinander einen Allzeit-Rekord aufgestellt. Jetzt hingegen konnte er die Finnen Janne Ahonen, Matti Hautamäki und die Österreicher Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer in einer speziellen Statistik nicht hinter sich lassen. Dieses Quintett hat nun jeweils sechs Weltcupsiege in Folge geschafft.

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