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Amokfahrt vom 1. Mai in Zürich: "Ich habe kein Alkoholproblem"

Dieser Inhalt wurde am 31. Mai 2010 - 18:56 publiziert
(Keystone-SDA)

Zürich - Er habe nie jemanden verletzen wollen, hat der heute 32-jährige Amokfahrer vom 1. Mai 2008 vor dem Zürcher Geschworenengericht beteuert. Am ersten Prozesstag wurde er mit den eindrücklichen Ausagen seines am schlimmsten zugerichteten Opfers konfrontiert.
Er habe Todesangst gehabt, als er unter jenem Auto eingeklemmt über fast 80 Meter geschleift worden sei, sagte der heute fast 20-Jährige vor Gericht aus. Er war am Nachmittag jenes 1. Mai in Zürich auf dem Nachhauseweg in die Nachdemo geraten.
Gerade in jenem Moment fuhr der Angeklagte mit seinem BMW mitten in die Menschenansammlung. Weil er keine andere Möglichkeit gesehen habe, sein dort parkiertes Auto wegzubekommen, begründete er in der Befragung.
Er sei im Schritttempo gefahren, behauptete er und zweifelte die wissenschaftlichen Abklärungen an. Diese hatten nämlich Geschwindigkeiten zwischen knapp 19 und fast 35 Kilometern pro Stunde ergeben. Er habe nicht bemerkt, dass er jemanden überfahren habe, beteuerte der Angeklagte.
Bei der Amokfahrt verletzte er mindestens vier Menschen teils schwer. Zudem gefährdete er viele andere. Nur durch Glück kam niemand ums Leben. Das habe er nie gewollt, sagte der Mann.
In der Befragung vor Gericht machte der Schweizer immer wieder Erinnerungslücken geltend, verhedderte sich in Widersprüche oder erklärte, bei früheren Vernehmungen seien Fehler in die Protokolle aufgenommen worden.
Der Prozess ist auf gut zwei Wochen angelegt. Zahlreiche Zeugen und Experten kommen zu Wort. Die Urteilseröffnung ist für den 17. Juni vorgesehen.

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