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Bald wird die EU-Bankenaufsichtsbehörde (EBA) ihren Standort in London verlassen und nach Paris übersiedeln. Dies haben die 27 in der EU verbleibenden Aussen- und Europaminister am Montagabend in Brüssel entschieden (Archiv).

KEYSTONE/AP/FRANK AUGSTEIN

(sda-ats)

Zwei Mal Losentscheid: Die EU-Arzneiagentur (EMA) wird nach Amsterdam und die EU-Bankenaufsichtsbehörde (EBA) nach Paris übersiedeln. Dies haben die 27 verbleibenden EU-Aussen- und Europamister am Montagabend in Brüssel beschlossen.

Amsterdam hatte sich als neuer EMA-Standort nach einem Unentschieden in der dritter Runde durch Losentscheid durchgesetzt. Insgesamt hatten sich 19 Städte beworben. Kurz vor der Abstimmung zogen sich aber Malta, Kroatien und Irland zurück.

Die EBA wird ihrerseits nach Paris übersiedeln. Auch hier musste das Los entscheiden, da im dritten Wahlgang Paris und Dublin gleich viele Punkte hatten. Für die EBA hatten sich acht Städte beworben: Frankfurt, Brüssel, Dublin, Luxemburg, Paris, Prag, Warschau und Wien.

Die Neuverteilung der zwei Standorte ist eine Folge des Brexit-Entscheids der Briten. Mit dem Austritt Grossbritanniens aus der EU müssen die beiden EU-Agenturen London verlassen. Bei der EMA und der EBA handelt es sich um wichtige und prestigeträchtige Agenturen. Sie sind daher begehrt.

Insgesamt über 1000 Beschäftigte

Die EU-Arzneimittelbehörde etwa hat knapp 900 Beschäftigte. Sie ist eine wichtige Anlaufstelle für Vertreter der Pharmaindustrie. Die Agentur hat der britischen Hauptstadt jährlich rund 30'000 Hotelübernachtungen gebracht.

Die EU-Bankenaufsicht hat ihrerseits knapp 170 Mitarbeiter. Sie ist Teil des EU-weiten Systems zur Überwachung des Finanzsystems. Sie bewertet mögliche Risiken und Schwächen des Sektors und hilft bei der Organisation von "Banken-Stress-Tests". Besucher der Behörde brachten London im Schnitt 9000 Hotelübernachtungen pro Jahr.

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