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Die Analog-Astronauten Kartik Kumar und Stefan Dobrovolny simulieren eine Landung auf dem Mars in der Wüste Omans.

KEYSTONE/APA/ÖWF/FLORIAN VOGGENEDER

(sda-ats)

Ein Raupenfahrzeug, Iglu-förmige Zelte, Helme mit Solarenergie: In einer Wüste des Sultanats Oman hat am Donnerstag eine simulierte Mars-Mission begonnen.

Sechs sogenannte Analog-Astronauten des Österreichischen Weltraum Forums (ÖWF) wollen drei Wochen lang abseits der Zivilisation die Arbeitsbedingungen auf dem Roten Planeten simulieren.

Nach Angaben des ÖWF sollen in der Dhofar-Wüste 16 Experimente aus den Bereichen Ingenieurtechnik, Astrobiologie, Geophysik und Geologie, Biowissenschaften und Humanwissenschaften wichtige Erkenntnisse für künftige bemannte Mars-Missionen liefern. "Menschen aus gut 20 Ländern arbeiten bei dieser Mission zusammen", sagte der Flugdirektor der Mission AMADEE-18, Reinhard Tlustos.

Intelligenter Raumanzug

Das Übungsteam ist auf dem "Mars" im Oman mit dem vom ÖWF entwickelten "analogen Raumanzug" ausgestattet. Dieser wiegt laut dem ÖWF-Vorstand Alexander Soucek rund 50 Kilogramm und ist überaus "intelligent", da er etwa mit WLAN und zahlreichen Sensoren ausgerüstet ist. "Er ist ein Raumschiff zum Anziehen", sagte Soucek zur Nachrichtenagentur APA.

Wann man indes wirklich zum Mars fliegt, steht sprichwörtlich in den Sternen. "In etwa 20 bis 30 Jahren", wünschte sich Soucek. Es komme aber auch auf den politischen Willen an. "Alleine mit Enthusiasmus kommt man nicht zum Mars." Selbst wenn man nicht selbst abhebt, habe man zumindest mit den Forschungen und Mars-Mission-Simulationen einen Beitrag geleistet.

Das ÖWF ist ein Netzwerk für Weltraumfans, den Weltraumsektor, die Industrie, die universitäre Lehre und die Öffentlichkeit. Es hat sich auf Mars-Experimente spezialisiert und bereits zahlreiche Missionen gestartet. Das Kontrollzentrum befindet sich in Innsbruck.

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SDA-ATS