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Paukenschlag in München: Carlo Ancelotti ist nicht mehr Trainer des FC Bayern. Interimistisch übernimmt der ehemalige Co-Trainer Willy Sagnol.

Die Trennung vom Chefcoach erfolgte unmittelbar nach der Rückkehr aus der französischen Hauptstadt, wo es am Mittwochabend in der Champions League eine 0:3-Niederlage bei Paris Saint-Germain abgesetzt hatte. "Die Leistungen unserer Mannschaft seit Saisonbeginn entsprachen nicht den Erwartungen, die wir an sie stellen", so Bayerns CEO Karl-Heinz Rummenigge. "Das Spiel in Paris hat deutlich gezeigt, dass wir Konsequenzen ziehen mussten." Er erwarte jetzt von der Mannschaft eine positive Entwicklung und absoluten Leistungswillen, damit der FC Bayern seine Ziele für diese Saison erreiche.

Unmut bei Führungsspielern

Zum Verhängnis wurden Ancelotti nicht allein die bisherigen Resultate in dieser Saison, sondern auch die Tatsache, dass weder ein spielerisches Konzept noch eine Weiterentwicklung der Mannschaft erkennbar waren. Mit seiner Taktik und Aufstellung in Paris hatte Ancelotti die seit Monaten wachsenden Zweifel an seiner Arbeit nochmals verstärkt. Erschwerend kam für den 58-jährigen Italiener hinzu, dass Führungsspieler wie Thomas Müller, Arjen Robben und Franck Ribéry ihren Unmut betreffend Personalentscheide öffentlich nicht zurückhielten. Rückendeckung seitens der Klubspitze erhielt Ancelotti daraufhin in den vergangenen Wochen keine, womit auf eine vorzeitige Trennung geschlossen werden musste. Dass diese jedoch bereits Ende September und nicht erst am Saisonende, ein Jahr vor Vertragsende, erfolgen würde, war indes nicht absehbar.

Die Trainingsleitung übernimmt bis auf Weiteres Assistenz-Coach Willy Sagnol. Der 40-jährige Franzose, 2001 mit Bayern München Champions-League-Sieger und zwischen Juli 2014 und März 2016 Cheftrainer bei Girondins Bordeaux, wird am Sonntag beim Spiel bei Hertha Berlin als Interimstrainer auf der Bank sitzen. Als Nachfolger im Gespräch sind Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann und der derzeit vereinslose Thomas Tuchel (zuletzt Borussia Dortmund). Dass Bayern nach Pep Guardiola und Ancelotti künftig auf einen deutschen Trainer setzen wird, gilt als sicher.

Schlechte Bilanz gegen Topklubs

In der vergangenen Saison wurde Ancelotti mit dem FC Bayern zwar souverän Meister, seine Bilanz in Spielen gegen Topteams ist jedoch verheerend: In acht Duellen gegen Borussia Dortmund, Real Madrid, Atlético Madrid und Paris Saint-Germain resultierten sechs Niederlagen. Derzeit liegt Bayern in der Bundesliga nach sechs Runden drei Punkte hinter Leader Dortmund zurück.

Noch nie in seiner ruhmreichen Bundesliga-Geschichte hat der FC Bayern früher in der Saison einen Trainerwechsel vollzogen. Ähnlich früh hatte der Rekordmeister vor 26 Jahren eine Kurskorrektur auf der Trainerbank vorgenommen. Damals, am 8. Oktober 1991, musste Jupp Heynckes seinen Stuhl für den Dänen Sören Lerby räumen. Nötig wurde daraufhin im März gar ein weiterer Trainerwechsel (Erich Ribbeck für Lerby). Am Ende resultierte für den Klub in der Bundesliga Platz 10.

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SDA-ATS