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Andy Rihs macht Verkauf von Sonova-Aktien rückgängig

Dieser Inhalt wurde am 04. April 2011 - 11:21 publiziert
(Keystone-SDA)

Andy Rihs hat sein Versprechen wahr gemacht und seine eine Woche vor einer Gewinnwarnung verkauften Aktien am Hörgerätehersteller Sonova wieder zurückgekauft. Die Transaktion sei am Mittwoch vergangener Woche erfolgt, sagte Sonova-Sprecher Sacha Wigdorovits.

Rihs habe die Aktien zum Verkaufspreis von 37,5 Mio. Fr. zurückgenommen, sagte Wigdorovits am Montag zu einem Bericht der "NZZ am Sonntag". Ausser Stempelsteuern und Bankgebühren seien Rihs dabei keine Kosten entstanden. Die Aktien sind unterdessen allerdings deutlich weniger wert - noch etwa 25,2 Mio. Franken.

Rihs hatte die Aktien verkauft, um das Geld in seine anderen Projekte zu stecken, etwa eine Velofabrik. Diese weiteren Projekte geraten gemäss Wigdorovits durch den Rückkauf nicht in Schräglage.

Rihs: Nichts von Gewinnwarnung gewusst

Rihs beteuerte, zum Zeitpunkt des Verkaufs seiner 300'000 Aktien am 8. März habe er nicht gewusst, dass Sonova eine Woche später eine Gewinnwarnung veröffentlichen würde.

Rihs war am letzten Mittwoch als Verwaltungsratspräsident von Sonova zurückgetreten. Er bleibt allerdings im Aufsichtsgremium. Mit ihm zusammen hatten Konzernchef Valentin Chapero und Finanzchef Oliver Walker das Handtuch geworfen.

Am 16. März hatte Sonova gewarnt, es werde Gewinn- und Umsatzziele für das laufende Geschäftsjahr 2010/2011 (per Ende März) verfehlen. Gleichentags kam ans Licht, dass kurz vor der Gewinnwarnung Mitglieder von Geschäftsleitung und Verwaltungsrat mit Aktien- und Optionenverkäufen noch Kasse gemacht hatten.

Sonova-Aktie 20 Prozent an Wert verloren

Alleine in den letzten zwei Wochen vor der Gewinnwarnung verkauften sie Aktien und Optionen ihres Unternehmens im Wert von über 47 Mio. Franken.

Die Dissonanzen lösten ein grosses Echo aus: Die Aktie stürzte an jenem Tag um über 20 Prozent ab. Und die Vermutung kam auf, die Spitzenleute hätten von der Gewinnwarnung gewusst und noch rechtzeitig ihr Scherflein ins Trockene gebracht.

Die Staatsanwaltschaft Zürich leitete eine Vorabklärung wegen möglichen Insiderhandels ein. In gut eineinhalb Wochen wird sie laut einer Sprecherin über die Eröffnung eines Verfahren entscheiden.

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