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Brüssel/Washington - Die Ankündigung direkter Nahostfriedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern hat international ein positives Echo ausgelöst. Die Konfliktparteien werden sich nach fast zwei Jahren Unterbruch am Verhandlungstisch wieder direkt begegnen.
Washington und das aus den USA, Russland, der EU und den Vereinten Nationen bestehende Nahost-Quartett luden am Freitag Israel und die Palästinenser für den 2. September zu Gesprächen nach Washington ein. Beide Konfliktparteien sagten zu. Sie hatten zuletzt Ende 2008 vor Beginn des Gaza-Krieges direkte Verhandlungen geführt.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betonte, dass die Gespräche ohne Vorbedingungen geführt werden sollten. Die Palästinenser und der ägyptische Präsident Husni Mubarak akzeptierten die Einladung ebenfalls.
Ein Sprecher der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) sagte am späten Freitagabend in Ramallah, die PLO sei zu direkten Gesprächen bereit.
Von Hamas abgewiesen
Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat betonte, die Palästinenser könnten die Gespräche nicht fortsetzen, falls Israel dem 26. September seine Bautätigkeit im Westjordanland fortsetze. An diesem Tag läuft ein einseitiger Baustopp Israels im Westjordanland aus.
Die radikalislamische Hamas dagegen wies die Friedensinitiative kategorisch zurück. Sie sei ein neuer Versuch, "unser Volk zu täuschen", sagte ein Sprecher der Bewegung, die den Gazastreifen kontrolliert. Die Einladung sei nutzlos.
Der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle begrüsste das Treffen. Es gebe neue Hoffnung auf rasche Fortschritte hin zu einer Zwei-Staaten-Lösung gibt, sagte er am Freitagabend in Berlin.
Der französische Präsident Nicolas Sarkozy betonte in einer Erklärung, er habe Netanjahu und Palästinenserpräsident Abbas stets zum Dialog gedrängt. Der italienische Aussenminister Franco Frattini sprach von einer ausserordentlich positiven Entwicklung.
Auftakt in Washington
Zum Auftakt der Gespräche lud US-Präsident Barack Obama Netanjahu und Abbas nach Washington ein. Auch der jordanische König Abdullah II. und Mubarak sollen an dem Treffen am 2. September teilnehmen, sagte US-Aussenministerin Hillary Clinton am Freitag.

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SDA-ATS